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Amtsblatt Stadt Dessau-Roßlau
Ausgabe 2/2026
Aus Kultur und Bildung
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Termine des Anhaltischen Theaters Dessau

Der grüne Tisch

Così fan tutte

Der Räuber Hotzenplotz

Pure Desmond

Charlotte Link

Premiere im Großen Haus/Im Rahmen des Kurt Weill Fests

Alma

Oper in vier Akten von Claudio Santoro

Europäische Erstaufführung am 28. Februar um 17 Uhr | Großes Haus

Obwohl Claudio Santoro zu den produktivsten Komponisten Brasiliens zählt, schrieb er nur eine einzige Oper: „Alma“. Dieses Spätwerk vereint die charakteristischen Züge seines Kompositionsstils und markiert zugleich dessen Höhepunkt. Die Oper erzählt von Alma, einer jungen Frau aus kleinbürgerlichen Verhältnissen in São Paulo, die sich aus Liebe zu dem Gigolo Mauro der Prostitution hingibt. Ihr Doppelleben verheimlicht sie vor ihrem Großvater Lucas und dem Telegrafisten João do Carmo, der sie liebt. Als sie von Mauro schwanger wird, flieht sie zu ihrem Großvater, der sie jedoch aus Angst vor Schande abweist. João nimmt sie auf, doch Almas Vergangenheit überschattet ihre Beziehung.

Als Vorlage diente Santoro der erste Teil von Oswald de Andrades Trilogie „Die Verdammten“, einer gesellschaftskritischen Darstellung des São Paulo der 1920er Jahre. Santoro vermittelt virtuos zwischen Neuer Musik und traditioneller brasilianischer Klangsprache — eindrucksvoll hörbar in der dramatischen Musik seiner Oper „Alma“, einem Meisterwerk des brasilianischen Musiktheaters.


Großes Haus

Valses / Der Grüne Tisch

Tanzabend mit Choreografien von Stefano Giannetti und Kurt Jooss im Rahmen des 100-jährigen Bauhausjubiläums | Valses (Uraufführung)

Am 1. Februar um 17 Uhr | Großes Haus

„Wie […] der Krieg brutal einbricht und seine Spuren hinterlässt, wird klar, wenn der Lärm eines Bombenangriffs zwischen die Musik von Ravel fährt und jede Harmonie zerstört. […] Das ist packend im Wechsel von Ensembleszenen und dem Auftritt von vier Paaren umgesetzt. [...] [Am Grünen Tisch] wird von austauschbar ausstaffierten Herren weitab von der Realität mit allen Hin-und-Her-Tricks verhandelt, entschieden. [...] Was diese Altherrenriege, deren Aussehen an Clowns der Macht erinnert, entscheiden oder besser vermasseln, müssen andere ausbaden. [...] Die Ästhetik beider Stücke und die kontrastierende Musik sind der passende Rahmen für einen exzellent getanzten und obendrein hochpolitisch aktuellen Tanztheaterabend zum Auftakt der Spielzeit.“ Mitteldeutsche Zeitung

Così fan tutte

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Am 13. Februar um 18 Uhr | Großes Haus

„Mit sicherem Regiehandwerk, geschickter Personenführung und Liebe zum Detail und zu leiser Ironie lässt [Johannes Weigand] die Buffa zielsicher und glaubwürdig abschnurren. [...] [Svetoslav] Borisovs Mozart kommt in rasantem Tempo daher, ist aber in jedem Moment beherrscht und trägt die Sänger. Ein Glücksfall, dieser Dirigent. [...] Alles in allem eine musikalische wie szenische Sternstunde. [...] Musikalisch herrscht pures Mozartglück vor.“ der opernfreund.de

Die Fledermaus

Operette in drei Akten von Johann Strauß (Sohn)

Am 15. Februar um 16 Uhr | Großes Haus

Das Zusammenspiel aus szenischer Schwungkraft, hintersinnigem Witz und sozial-psychologischer Treffsicherheit – unterstützt von Strauß’ mitreißender Musik – macht die „Fledermaus“ zur Königin der Operette. Denn durch seine rauschende Musik ermöglicht Strauß auch dem Publikum, dem Alltag

zu entfliehen, denn „glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist.“

Divine Rhapsody

Eine Revue von Jana Eimer — Eine musikalische Reise durch Musical, Oper, Operette, Chansons und Rockhymnen

Zum letzten Mal i. d. Spielzeit am 20. Februar um 18 Uhr | Großes Haus

„Abseits der Stufen der breiten Showtreppe […], setzt die auf der Bühne platzierte Anhaltische Philharmonie unter der Leitung von Wolfgang Kluge dem enorm kurzweiligen Geschehen mannigfache zusätzliche Glanzlichter auf. Ein Abend wie ein opulentes Feuerwerk, der sich mit frenetischem Applaus explosionsartig entlädt.“ Zerbster Volksstimme

Meisterklasse

Schauspiel von Terrence McNally

Zum letzten Mal i.d. Spielzeit am 21. Februar um 17 Uhr | Großes Haus

„Claudia Lietz ist in der Rolle der Primadonna Assoluta großartig, kommt ohne Imitation aus.

Originalaufnahmen mit Paraderollen der Callas [werden] dezent aus dem Off eingespielt, während

Lietz in einem Lichtspot ihren Erinnerungen nachhängt: an die großen Momente, an ihr Debüt an der Scala. Oder auch an ihre Kindheit, die Entbehrungen nach dem Krieg am Beginn ihrer Karriere.“ nmz-neue musikzeitung

Der Räuber Hotzenplotz

Von Otfried Preußler | Märchen für alle ab 6 Jahren

Am 22. Februar um 17 Uhr | Großes Haus

„Die Riege der Schauspielerinnen und Schauspieler haucht den aus dem traditionellen Kasperletheater stammenden Figuren – Otfried Preußlers Klassiker der deutschsprachigen Kinderliteratur erschien erstmals 1962 –, mit launigem Enthusiasmus Leben ein. Die abenteuerliche Suche nach der vom Räuber entwendeten Kaffeemühle hat Tempo und Witz.“ Zerbster Volksstimme


Dessauer Jazz Nights #6

Pure Desmond plays James Bond Songs

Am 23. Februar um 19.30 Uhr | Großes Haus/Restaurant

Das Lebensgefühl der mondänen Agentenfilme mit ihren Szenen in glamourösen Casinos passt so perfekt zu der eleganten klassischen Jazz-Musik dieses preisgekrönten Ensembles aus Deutschland, das sich in seinem Album den legendären Songs zur Filmreihe widmet. Vom aktuellen „No Time To Die“ des amerikanischen Shootingstars Billie Eilish bis zur ursprünglichen Musik der 1960er-Jahre reicht die Bandbreite der Kompositionen, die auf dem Album „Pure Desmond plays James Bond Songs“ in der brillanten Cool Jazz Qualität glänzen.


Premieren Altes Theater

Die Verwandlung

Schauspiel nach Franz Kafka

Premiere am 20. Februar um 20 Uhr | Altes Theater/Studio

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.“ Mit diesen berühmten Worten beginnt eine der wohl ikonischsten Parabeln der Weltliteratur. Im Verlauf der Geschichte muss der junge Handelsreisende miterleben, wie seine Verwandlung Abscheu, Angst und Verachtung hervorruft. Da er nicht mehr arbeiten kann, wird sein ohnehin fragiler Platz in der Familie zunehmend infrage gestellt. Franz Kafkas 1912 entstandene Erzählung „Die Verwandlung“ beschäftigt sich mit Fragen wie dem Nützlichkeitsdenken in unserer modernen Gesellschaft sowie dem Umgang mit Einsamkeit, Angst, Isolation und der Entfremdung vom eigenen vertrauten Umfeld.

Die Prinzessin auf der Erbse

Puppentheater von Kerstin Dathe nach Hans Christian Andersen | Für alle ab 3 Jahren

Premiere am 8. Februar um 15 Uhr | Altes Theater/Puppenbühne

Man nehme 300 g Kartoffeln, eine Zwiebel, Karotten, Speck und … Erbsen. Aber wo sind denn die Erbsen? Und vor allem – wer sitzt da weinend im Küchenschrank? Ein kleiner Prinz! Müde und erschöpft von seiner Reise um die ganze Welt erzählt er Klara von seiner Suche nach der „richtigen

Prinzessin“. Gemeinsam entwickeln sie einen Plan. Topflappen werden zu Matratzen, Gabeln zu Schlosszinnen, eine Pfanne zum Bett. Singend und tanzend verwandeln die beiden die Küche in ein richtiges Märchenschloss, bis es plötzlich am Holzbrett-Tor klopft. Ob dahinter eine wirkliche Prinzessin wartet und ob es am Ende doch noch Erbsensuppe gibt – seht selbst!


Altes Theater

Furor

Am 1. Februar um 18 Uhr & 14. Februar um 20 Uhr | Altes Theater/Foyer

Nachgespräche im Anschluss im Foyer

„Furor, vor knapp sieben Jahren uraufgeführt, geht an die Nieren. Varia Sjöström, erstmals Gast am Anhaltischen Theater, macht in der zu großen gelben Sportjacke die Nele Siebold zu einer bedauernswerten, vom Schicksal gebeutelten Frau. In ihrer Zerbrechlichkeit würde sie trotz allen Haderns – seit dem Unfall ist einige Zeit ins Land gegangen – die Vorschläge des Politikers

gern annehmen. Doch wie ernst meint es Heiko Braubach? Im schicken blauen Anzug und den hippen weißen Tretern lässt Stephan Korves in seinem Spiel den Spalt zu Zweifeln offen. Ein paar Mal heischt er mit seinen vollmundigen Worten nicht nur bei der verzweifelten Mutter, sondern auch

beim Publikum um Zustimmung.“ Zerbster Volksstimme


Puppe ab 18

Himlet

Salon Ute spielt mit Essen

Am 28. Februar um 18 Uhr | Altes Theater/Puppenbühne

„Etwas ist faul im Staate Dänemark! Vielleicht sind es die Tomaten.“

Salon Ute spielt mit Essen! Das bedeutet: Alltägliche Gegenstände kommen auf ganz und gar nicht alltägliche Ideen – wie beispielsweise die Himbeere, die den Mord am eigenen Vater rächen muss. Tisch, Kamera, Leinwand, Gitarre und Einkaufstüten, mehr braucht das Ensemble nicht für einen der größten Theaterklassiker. Zum Leben erweckt werden die Objekte durch zwei Schauspieler, die in ihrer Küche eigentlich Hot Dogs machen wollten und nun aus Versehen „Hamlet“ spielen. Was ist Wahn, was ist Wirklichkeit?


Zu Gast

Game of Thrones & House of the Dragon

Am 2. Februar um 19.30 Uhr | Großes Haus

Der Komponist Ramin Djawadi hat einen unverwechselbaren Stil gefunden, nachdem er bei Hans Zimmer gelernt hatte. Sowohl sein Soundtrack zu „Game of Thrones“ als auch der zu „House of the Dragon“ haben ihn weltweit berühmt gemacht. Das renommierte Ensemble der Cinema Festival Symphonics unter der Leitung von Stephen Ellery bringt diese Melodien nun im großen Stil auf der Bühne. Begleitet von Solisten und Chor, nimmt es das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch die Königreiche der Familien Stark, Lennister und Targaryen.

Charlotte Link — Lesung des Romans „Dunkles Wasser“

Am 3. Februar um 19 Uhr | Großes Haus

„Eine stürmische Nacht an der Westküste Schottlands. Zwei Familien, die in einer Bucht zelten, werden im Schlaf von mehreren jungen, vermummten Männern überfallen. [Am] Ende überlebt nur Iris, die älteste Tochter einer der Familien […]. Die Kilbride-Morde, wie sie von da an genannt werden, können nicht aufgeklärt werden. Viele Jahre später wird Iris plötzlich von einem unheimlichen Stalker verfolgt. […] Zusammen mit Kate Linville beginnt [Ex-Inspector Caleb Hale] zu ermitteln und gerät, auch persönlich, immer tiefer in einen Albtraum...“

Forever Queen — performed by Queen Alive

Am 4. Februar um 19 Uhr | Großes Haus

Die legendäre Band Queen ist eine Ikone der Rockmusik. Unter dem Motto “The show must go on!“ feiert Queen Alive deutschlandweit das Vermächtnis der Kultband. Band-Leader Francesco Montori erweist mit einer energiegeladenen Performance und außergewöhnlichen Stimme dem unvergessenen Queen-Frontmann Freddie Mercury seine Referenz. Einer der vielen Höhepunkte der Show ist der Auftritt der französisch-kanadischen Star-Sopranistin Sylvie Galland im Duett mit Sänger Francesco.

Claudia Jung „Lied meines Lebens“

Am 6. Februar um 18 Uhr | Großes Haus

Claudia Jung war, ist und bleibt eine feste Größe. Und das seit sagenhaften 40 Jahren. Wie könnte man besser den sehnlichsten Wunsch ihres Publikums erfüllen, die Grand Dame des deutschen Schlagers endlich wieder einen ganzen Abend lang live und pur zu genießen. Mit ihrer hochkarätigen Band und ihren größten Hits im Gepäck geht Claudia also ab September 2025 auf Solo-Tournee.

Die Neue große Schlager Hitparade 2026 präsentiert v. Maximilian Arland

Am 8. Februar um 16 Uhr | Großes Haus

Die große Schlager-Hitparade präsentiert sich 2026 mit neuem Konzept und Moderator Maximilian Arland. Zu den besonderen Gästen gehören Anna-Carina Woitschack mit ihrem neuen Album, Erfolgsproduzent Uwe Busse, Alexander Martin mit seinem eigenen Stil und der gesanglichen Nähe zu Vater Andreas Martin sowie Special Guest G. G. Anderson, der seit Jahrzehnten zu den prägenden Stimmen des deutschen Schlagers zählt.

Titanic Dinner – Mord am Filmset

Mörderische Dinnershow am Filmset von TITANIC

Am 12. Februar um 18 Uhr | Großes Haus/Restaurant

Während der aufregenden Dreharbeiten für die Hauptszenen des Films: „TITANIC – Das Remake“ gibt es eine Leiche am Filmset. Schnell wird klar: Es war Mord! In spannenden Rückblenden wird erzählt, was sich davor abgespielt hat. Die Gäste haben die Möglichkeit, den Mörder zu tippen. Die Handlung ist in ein Vier-Gänge-Menü eingebettet. Ein interaktiver Krimispaß, bei dem kein Auge trocken bleibt, mit viel Humor, Musik, abgerundet mit hervorragendem Live-Jazzgesang und Wissenswertem zur Titanic.

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