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Amtsblatt Stadt Dessau-Roßlau
Ausgabe 3/2026
Seite 2 - Kolumne
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Kolumne

Liebe Leserinnen und Leser,

man mag es kaum glauben, aber Sie halten bereits das März-Amtsblatt und damit die dritte Ausgabe in den Händen. Eben hat unser Jahr neu begonnen und nun beginnt bereits der März und das erste Quartal ist fast vorüber. Drei gesellschaftliche Themen prägen das erste Quartal besonders: die Neujahresempfänge, der Karneval und ab März das Kurt Weill Fest.

Ich schreibe diese Kolumne an einem Sonntagabend. Einem Sonntag, an dem tausende Menschen in unserer Stadt unterwegs waren. Es ist Karnevalssonntag und hinter uns liegt ein toller Karnevalsumzug. Ich bin jedes Jahr wieder berührt davon, was das Ehrenamt, Unternehmertum, die kommunale Familie und Sicherheitsbehörden auf die Beine stellen. Der Karnevalsumzug ist ein schönes Beispiel für das große Miteinander in unserer Stadt. Er bringt so viel Freude in die Herzen vieler Bürgerinnen und Bürger und zahlreicher Gäste. Danke dafür an alle Unterstützer und Förderer!

In solchen Momenten rückt bei mir immer etwas ins Bewusstsein, worauf ich versuche im Alltag zu achten – mit meinen Gedanken, Worten und meinem Handeln kann ich selbst viel dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft von einer guten Stimmung erfüllt wird. Das tue ich aus der Überzeugung heraus, dass sich die meisten Herausforderungen des Alltags mit positivem Denken und Handeln meistern lassen. Ich richte meinen Blick immer auf machbare Lösungen und das Gute im Leben.

Diese Sicht auf die Gegenwart lässt mich auch optimistisch in die Zukunft blicken. Ich möchte Ihnen dies auch an einem Beispiel deutlich machen, dass derzeit das politische Geschehen in unserer Stadt prägt. Es ist der Haushalt für das Jahr 2026. Der Stadtrat muss noch einmal darüber befinden und einige Auflagen des Landes anerkennen, damit der Haushalt in Kraft treten kann. Ich werde auch eine Haushaltssperre verhängen müssen, da das Haushaltsloch leider sehr groß ist.

Dennoch freue ich mich auch darauf, einen genehmigten Haushalt zu haben. Warum? Weil wir dann viele Vorhaben in Angriff nehmen können. Pessimisten werden jetzt meckern und sagen, dass für viele Dinge wieder kein Geld da ist. Ihnen möchte ich gern die Frage stellen: Hat es jemals für alle Wünsche genügend Geld gegeben? War jemals genügend Geld für alles da? Mit hoher Wahrscheinlichkeit lautet die Antwort: nein. Aber gleichwohl passiert jedes Jahr viel und es geht Schritt für Schritt in unserer Stadt voran. So auch in diesem Jahr.

Von der Haushaltssperre werde ich viele Dinge ausnehmen, da mir eine hohe Lebensqualität in unserer Stadt wichtig ist: die Stadtpflege, den Straßenunterhalt, fast den gesamten Gebäudeunterhalt, das Stadtmarketing, das Anhaltische Theater und die Kindertagesstätten. Viele Vereine werden auch in diesem Jahr Geld von der Stadt und von der Stadtsparkasse als Sponsor erhalten. Unsere Stadtwerke finanzieren das Stadtfest. Und es gibt auch gute Nachrichten vom Land. Das Anhaltische Theater wird über 12 Mio. EUR für Investitionen bekommen. Wir beginnen in diesem Jahr mit der Baufeldfreimachung für die Neugestaltung des Muldeufers am Stadteingang Ost und in die Marienkirche werden über 1 Mio. EUR für Beleuchtung, Lüftung und Heizung investiert. Auch für die Dachsanierung und Heizung im Krötenhof stehen für 2026 und 2027 über 2 Mio. EUR zur Verfügung und mit dem Fußweg in der Elballee geht es dank des Sondervermögens weiter. Der Weg soll 2027 gebaut werden. Für Roßlau stehen über 3 Mio. EUR Fördermittel für den Triftweg bereit. Für das Städtische Klinikum gibt es über 14 Millionen Fördermittel vom Land für Investitionen.

Der kulturelle Höhepunkt im März ist das Kurt Weill Fest. Es findet in diesem Jahr unter dem Motto „In Bewegung“ mit zahlreichen künstlerischen Veranstaltungen statt. Zudem gibt es im Rahmen des Kurt Weill Festes ein ganz besonderes Ereignis. Der Generalintendant des Anhaltischen Theaters, Johannes Weigand, bringt die Oper Alma auf die Bühne. Es handelt sich dabei um eine europäische Erstaufführung. Die Premiere ist am 28. Februar im Anhaltischen Theater.

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Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche Ihnen einen schönen Monat März und verabschiede mich

mit herzlichen Grüßen,

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Ihr Robert Reck.