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Amtsblatt Stadt Dessau-Roßlau
Ausgabe 6/2026
Serie „Stadtgeflüster“
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Diesmal: Warum Mähroboter nachts schlafen sollten!

KI generiert

Liebe Gärtner und Freunde des kurzen Rasens,

wenn es draußen flüsterleise und schummrig ist, dann wird es Zeit für Poesie, aber für Igel Irmgard erst richtig aufregend.

Doch lesen Sie selbst:

Igel Irmgard ist klein und fein

und huscht in Nachbars Garten rein.

Es ist schon spät, die Nacht ganz nah,

als Irmgard dort ein Etwas sah.

Es mäht bedrohlich Gras ganz klein

und scheint des Nachts verwirrt zu sein.

Es fährt mal hier, mal dort zurück,

verfehlt den Baum um ein kleines Stück,

rasiert die Blumen auf dem Beet,

sodass dort plötzlich nichts mehr steht.

Nun kommt es in der Nachtens Ruh'

direkt auf unsere Irmgard zu!

Die ist perplex und find's gemein,

rollt sich nach Igelart schnell ein.

Sie traut dem spitzen Stachelkleid,

das sie beschützt vor vielem Leid.

Das Etwas fährt noch unbeirrt,

der Abstand immer kleiner wird.

Irmgard zweifelt an ihrem Schutz,

der hier vielleicht ja gar nichts nutzt.

 

 

Jetzt ist's soweit, die Not ist groß,

sie wartet auf den Gnadenstoß.

Doch plötzlich wird's um sie ganz still,

als ob es sie nicht fressen will.

Nach einer Weil' guckt sie behänd,

obwohl sie die Gefahr gut kennt,

durch Stacheln, Pfoten kurz hindurch

und blickt auf diesen schrägen „Lurch“.

Der fährt und blinkt und tut nichts mehr,

als wär' sein ganzer Magen leer.

„Man gut, dass es verhungert ist",

denkt sich der Igel und vermisst

das rettend-kurze Wegestück,

was ihm bewahrt das Lebensglück.

Nicht jedes dieser Treffen endet

ohne dass ein Tier verendet.

Des Nachts ist die Gefahr besonders groß,

drum lasst die Mäher dann nicht los!

Verantwortungsbewusste Betreiber gönnen ihrem Roboter nachts die wohlverdiente Ruhepause in der Ladestation. Auch Dank künstlicher Intelligenz werden Mähroboter immer smarter, können Hindernisse identifizieren und ausweichen, aber: nobody is perfect.

Gegen die scharfen Klingen von Mährobotern haben nachtaktive Kleintiere im Fall des Falles keine Chance. Wenn es dunkel wird, sind die Igel auf Nahrungssuche. Kommt ihnen dann ein Mähroboter entgegen, sind sie ihm hilflos ausgeliefert. Denn: Igel sind keine Fluchttiere. Droht Gefahr, bleiben sie sitzen und stellen ihr Stachelkleid auf. Gegen die scharfen, rotierenden Klingen eines Mähroboters hilft das allerdings nicht. Schwere Verletzungen sind die Folge, häufig mit tödlichem Ausgang. Und nicht nur Igel sind davon betroffen, auch viele andere Kleintiere.

Jedermann kann durch die Einschränkung des Nachtbetriebs solcher Mähroboter dazu beitragen, das Verletzungsrisiko für Kleintiere zu minimieren.

Ausführlich informieren die untere Naturschutzbehörde unter

https://dessau-rosslau.de:

-

Startseite -> Stadtentwicklung & Umwelt -> Natur und Umwelt -> Naturschutz -> Arten- und Biotopschutz -> Artenschutz

-

Kurzlink:

https://t1p.de/de-ro_igelschutz

und das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt unter

https://mwu.sachsen-anhalt.de/umwelt/naturschutz/igel