Mit dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ dreht sich beim Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026, alles um Infrastrukturen, also Versorgung, Verbindungen und Verkehr. Das Thema eröffnet Möglichkeiten, auch neue Perspektiven an Denkmalen aufzuzeigen.
Die Bandbreite an Netzwerken ist groß: Energie- und Transportnetze, Infrastrukturnetze bis hin zu Eisenbahnen, Verkehrswegen und Brücken, die verbinden.
Die Nutzung von Denkmalen, oft durch Vereine und Institutionen mit vielfältigen Angeboten, bereichern die städtische Infrastruktur. Die Geschichten der Denkmale in ihrer Einzigartigkeit sollen in den Blickpunkt gerückt werden.
Deshalb widmet sich auch die in diesem Jahr wieder stattfindende Denkmalfahrradtour speziell diesem Thema.
Start der Tour wird das Bootshaus der Junkers-Paddelgemeinschaft sein. Nach der Begrüßung der Teilnehmenden gibt es die Möglichkeit, im Rahmen einer kurzen Führung einen Einblick in die historische Junkers-Lamellenhalle zu werfen. Dieser grundsätzlich für die Montage und Demontage konstruierte und damit flexibel einsetzbare Hallentyp wird hier als Bootshaus für die Paddler genutzt, die das Wasser, hier in erster Linie die Elbe, für Ihren Sport nutzen.
Am Standort des ehemaligen Waggonbaugeländes werden die Vereinsmitglieder des Triebwagenmuseum Dessau e.V. eine Führung durch die „Alte Schmiede“ (Zur Großen Halle) mit einer Vielzahl von Schienenfahrzeugen anbieten.
Im VorOrt-Haus werden Informationen zu den aktuellen Baumaßnahmen, insbesondere zur Infrastruktur Elektrik und Heizung, gegeben.
Nach Haltepunkten mit Erläuterungen am Albrechtsplatz, einem wichtigen Verkehrsknoten und Platz, der nach historischem Vorbild neu gestaltet wurde, und am Kühlhaus, das zu DDR-Zeiten durch die Lagerung von Lebensmitteln zur Versorgung der Bevölkerung beigetragen hat, ist eine weitere Station am Heizwerk Ost geplant.
Mitarbeiter der DVV geben hier Einblicke in die Geschichte dieses Heizwerkes als wichtigen Bestandteil des Dessauer Fernwärmenetzes.
Über die Muldebrücke der Dessau-Wörlitzer Eisenbahn geht es vorbei am Rehsumpf mit einer kleinen Führung über das Gelände und Halt an der die Jonitzer Mulde überspannenden Brücke der Straße zur Autobahnauffahrt Ost, und durch den Tiergarten zum Museum für Stadtgeschichte. Hier klingt die Tour mit Führungen im Museum und bei Kaffee und Kuchen aus.
Ein besonderes Angebot stellt die Gemeinschaftsaktion mit der SMG, der DVE und den Nahverkehrsfreunden Dessau e. V. dar, die, passend zum Thema, die Dessau-Wörlitzer Eisenbahn in den Fokus rückt.
Die Bahnen fahren nach Fahrplan (insgesamt 4 Fahrtenpaare), wobei der TW 670 „Fürstin Louise“ (Doppelstock TW) zum Einsatz kommen soll.
Am Bahnhof in Wörlitz gibt es ein Angebot an Kaffee und Kuchen.
Als besondere Aktionen werden vom Bahnhof Wörlitz aus zwei Denkmaltouren mit Bussen zu historischen Sehenswürdigkeiten und Halt am Wörlitzer Park (mit Besichtigungsmöglichkeit) angeboten, organisiert von den Nahverkehrsfreunden Dessau e. V.
Die Angebote sind kostenpflichtig, die Denkmaltouren erfordern eine Mindestteilnehmerzahl.
Dazu erstellt die SMG eine Informationsbroschüre als Sonderauflage zum Tag des offenen Denkmals, die den Teilnehmenden ausgereicht wird.
Darüber hinaus öffnen traditionell wieder weitere Objekte für die Besucher ihre Türen. Dazu gehören Objekte, die schon mehrere Jahre traditionell dabei sind, wie der Neue Wasserturm, das Mausoleum, die Ölmühle oder der Rehsumpf.
Im Landesarchiv im Alten Wasserturm finden Haus- und Archivführungen statt. Passend zum diesjährigen Thema berichtet Margot Schoch in einem Vortrag über die Entwicklung der zentralen Wasserversorgung in Dessau und es wird der Film „Altes Wasserwerk“, ein Videomitschnitt durch das denkmalgeschützte Wasserwerk Ost in der Wasserwerkstraße von Wolfgang Peschetz präsentiert.
In der Ölmühle in Roßlau findet eine Buchlesung mit Iris Schwarz statt, die aus dem Buch „Mühlen sterben leise“ von Inge Grohmann liest.
Das Museum für Stadtgeschichte gewährt am Tag des offenen Denkmals freien Eintritt.
Weiterhin beteiligen sich verschiedene Kirchen im Stadtgebiet am Tag des offenen Denkmals.
In der Jakobuskirche werden Erläuterungen zum denkmalgeschützten Glasfenster gegeben.
Auch der Leopolddankstift öffnet seine Türen und bietet Führungen an.
Die Stiftung Bauhaus Dessau wird Rundgänge durch die Siedlung Dessau-Törten anbieten. Der thematische Schwerpunkt liegt hierbei auf den baukonstruktiven Besonderheiten der Siedlungshäuser und den Materialien „Glas | Beton | Metall“ im Rahmen des Bauhaus-Jubiläums. Als besonderer Höhepunkt des Rundgangs wird das bisher nicht für die Öffentlichkeit zugängliche Pumpenhaus besichtigt, das einen Bezug zum diesjährigen Motto „NETZwerke: Denkmale & Infrastruktur“ herstellt.
Die Rundgänge beginnen am Konsumgebäude und enden am Stahlhaus, das mit der Freiluftausstellung „Blech | Membran | Bullauge“ geöffnet sein wird.
Unter dem Link stadtatlas.dessau-rosslau.de finden Sie alle Veranstaltungen und Orte. Oder einfach den QR-Code scannen und alle Informationen zum Tag des offenen Denkmals abrufen.
Fotoaktion zum Tag des offenen Denkmals
Wer sich auf dokumentarische oder künstlerische Weise mit dem diesjährigen Motto des Tags des offenen Denkmals auseinandersetzen möchte, dem empfehlen wir die Fotoaktion der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Weitere Informationen dazu finden Sie unter:
https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/. Einsendeschluss ist der 16.09.2026.