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Lokal-Anzeiger – Amtliches Mitteilungsblatt Stadt Dohna und Gemeinde Müglitztal
Ausgabe 1/2026
Neues aus der Stadt Dohna
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Würfel, Spiele und eine überraschende Entdeckung

Unsere beiden Mäuse haben den Nachmittag mit ihrer Freundin Sabine verbracht. Diese Sabine liebt Brettspiele. Sie würde selbst beim Aufräumen noch würfeln. Und so konnten Lise und Marie alle Spiele in der Bibliothek mit ihrer Freundin Sabine ausprobieren – wirklich alle!

Lise: „Super und vielen Dank, Sabine. Jetzt wissen wir endlich, wie die Spiele hier in der Bibliothek funktionieren.“

Marie: „Ja wirklich! Du, Lise, vielleicht können wir mit den Kindern einen Spielenachmittag machen?“

Sabine: „Das wäre bestimmt für alle ein Riesenspaß.“

Marie drückt ihre Nase an die Fensterscheibe.

Marie: „Oh, schaut mal aus dem Fenster. Da ist ein Schornsteinfeger unterwegs.“

Lise: „Ein Schornsteinfeger bringt Glück, sagt man.“

Sabine: „Und wisst ihr, woher diese Redewendung kommt?“

Lise und Marie: „Ohh… Ähhhmmm…. nöh!“

Sabine: „Sie soll aus dem Mittelalter kommen. Durch das Kehren der Schornsteine wurden Brände vermindert. In einer mittelalterlichen Stadt wurden die Häuser sehr eng aneinandergebaut. Deshalb konnte so ein Brand früher schnell ein ganzes Stadtviertel zerstören.“

Lise: „Woher hast du denn deine Informationen?“

Sabine: (lacht geheimnisvoll) „Ich bin ein Schornsteinfeger.“

Lise und Marie: „DU?“

Sabine: „Ich habe den Beruf eines Schornsteinfegers gelernt. Heute mache ich etwas anderes.“

Marie: „Du bist echt auf Dächer geklettert?“

Sabine: „Ja, aber sooooo viel muss man da nicht Klettern. Es bedeutet eher, alle Treppenstufen bis nach ganz oben zum Dachboden hochzusteigen. Und glaubt mir, in so einem typischen Altbau gibt es etliche Treppen, da kommen einige Etagen zusammen. Auf dem Dachboden ist dann ein Dachfenster, an dem eine Leiter eingehängt ist. Die nutzen wir dann, um aufs Dach zu gelangen.

Lise: „Hast du keine Angst gehabt?“

Sabine: „Naja, sagen wir eher, ich habe Respekt. Man darf nicht leichtsinnig sein und sollte gut aufpassen, was man macht. Faxen machen und herumrennen sollte man lieber sein lassen, das macht sich zu ebener Erde deutlich besser.“

Marie: „Bist du auch im Winter auf die Dächer geklettert?“

Sabine: „Ja, auch das. Aber das Wetter haben wir immer im Blick. Wenn es sehr stürmisch ist oder vielleicht Eisregen angesagt, dann wäre es auf dem Dach zu gefährlich. Aber wir Schornsteinfeger kehren ja nicht nur Kamine oder Schornsteine. Wir besuchen die Leute auch zu Hause und nehmen ihre Heizung ganz genau unter die Lupe, damit es nicht zu einer Kohlenmonoxidvergiftung kommt. Außerdem müssen in manchen Gegenden Räucherkammern für Fisch oder Fleisch geputzt werden. Dann gibt es noch riesig große Heizkessel, in die musste ich dann komplett reinklettern, um alles sauber zu machen. Das war eine sehr anstrengende Sache, sage ich euch.“

Lise: „Hast du noch deine Schornsteinfeger-uniform?“

Sabine: „Leider nicht, die habe ich irgendwann verschenkt.“

Marie: „Hast du schon einmal eine Maus im Schornstein gefunden?“

Sabine: „Nicht, dass ich wüsste. Es ist kein so gemütlicher Ort für Mäuse.“

Lise: „Marie, gibt es eigentlich Geschichten über Schornsteinfeger bei uns in der Bibliothek?“

Marie will gerade antworten, da ruft Sabine:

Sabine: „Ich weiß! Ihr habt hier bestimmt diesen Kinderfilmklassiker, in dem ein lustiger, singender Schornsteinfeger vorkommt. Ich schau mal, ob ich den bei euch finde.“

Von welchem Film hat Sabine gesprochen? Und ist er in der Bibliothek vorhanden? Fragt doch mal unsere beiden Mäuse, wenn ihr wieder in der Bibliothek seid.