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Muldespiegel und Amtsblatt der Großen Kreisstadt Eilenburg und der Gemeinden
Ausgabe 12/2026
Die Stadtverwaltung informiert
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Eichenprozessionsspinner: Stadt informiert über aktuelle Lage und Schutzmaßnahmen

Foto: pixabay.de

Saison hat begonnen – erste Maßnahmen umgesetzt

Mit Beginn der warmen Jahreszeit hat auch die Saison des Eichenprozessionsspinners eingesetzt. In den vergangenen Wochen wurden bereits vorsorglich rund 90 Bäume behandelt, insbesondere in der Dobritzmark sowie im Stadtpark. Auch einzelne Standorte in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern wurden dabei berücksichtigt.

 

Viele Meldungen aus der Bevölkerung

Derzeit gehen bei der Stadtverwaltung vermehrt Hinweise auf befallene Eichen ein. Für die Aufmerksamkeit und Unterstützung der Bürger bedankt sich die Verwaltung ausdrücklich. Eingehende Meldungen werden weiterhin sorgfältig geprüft.

 

Nicht jede Raupe ist gefährlich – Verwechslungsgefahr beachten

Da der Eichenprozessionsspinner ausschließlich Eichen befällt, ist eine Unterscheidung zu anderen Insekten wichtig. Häufig kommt es zu Verwechslungen mit der harmlosen Gespinstmotte, deren Larven Bäume und Sträucher zwar vollständig einspinnen, jedoch keine gesundheitliche Gefahr darstellen und zudem nicht auf Eichen vorkommen.

 

Gesundheitsgefahr durch Brennhaare

Die feinen Brennhaare der Raupen des Eichenprozessionsspinners können erhebliche gesundheitliche Beschwerden verursachen. Dazu zählen Hautreizungen, Juckreiz sowie Atemwegsprobleme und allergische Reaktionen. Bürger werden daher gebeten, den Kontakt mit den Raupen und ihren Nestern unbedingt zu vermeiden.

 

Bekämpfung gezielt an stark frequentierten Orten

Eine flächendeckende Bekämpfung ist weder erforderlich noch möglich. Maßnahmen konzentrieren sich vorrangig auf stark frequentierte Bereiche wie Grünanlagen, Spielplätze, Schulen, Kindertagesstätten sowie öffentliche Einrichtungen. In weniger frequentierten Bereichen, etwa in Auenlandschaften oder entlang von Wegen, die problemlos umgangen werden können, werden häufig Warnschilder mit dem Hinweis „Achtung Eichenprozessionsspinner“ aufgestellt.

Die Stadt bittet um Verständnis, dass die verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen gezielt dort eingesetzt werden, wo eine unmittelbare Gefährdung für die Bevölkerung besteht.

 

So können Sie sich schützen

  • Beachten Sie Warnhinweise vor Ort und halten Sie Abstand zu befallenen Bäumen.
  • Vermeiden Sie den Aufenthalt (Sitzen, Liegen, Spielen) auf betroffenen Grünflächen.
  • Berühren Sie keine Raupen oder Gespinste.
  • Halten Sie Kinder und Haustiere fern.
  • Suchen Sie bei Beschwerden wie Hautreizungen oder Atemproblemen umgehend ärztliche Hilfe auf.

Hinweise aus der Bevölkerung willkommen

Wenn Sie befallene Bäume in öffentlichen Bereichen entdecken, melden Sie diese bitte der Stadtverwaltung. So kann geprüft werden, ob zusätzliche Maßnahmen wie Warnhinweise erforderlich sind.

Die Stadt dankt allen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Mithilfe und ihr Verständnis.