Quelle: Landratsamt Nordsachsen
Der Breitbandausbau in Nordsachsen geht in die nächste Runde: Am 10. August wurde in der Schornsteinfegerschule im Doberschützer Ortsteil Rote Jahne offiziell der Start des sogenannten „Graue-Flecken-Programms“ gefeiert. In allen 30 Städten und Gemeinden des Landkreises sollen rund 15.300 Adresspunkte mit bisher weniger als 100 Mbit/s Internetgeschwindigkeit einen Glasfaseranschluss erhalten. Den Ausbau übernimmt die Deutsche Telekom.
Für das Projekt stehen insgesamt 73,6 Millionen Euro zur Verfügung, die vollständig von Bund und Freistaat Sachsen finanziert werden. Der Freistaat beteiligt sich mit mehr als 30 Millionen Euro. „Schnelles Internet gehört heute zur Grundversorgung“, betonte Landrat Kai Emanuel beim Baustart.
Die Telekom plant rund 660 Kilometer Tiefbauarbeiten und die Installation von knapp 600 Glasfaser-Netzverteilern. Wo möglich, sollen vorhandene Kabelkanäle und Leerrohre genutzt werden, um die Bauarbeiten und Beeinträchtigungen für Anwohner gering zu halten.
Der Ausbau läuft in drei Projektgebieten und soll bis 2029 abgeschlossen sein. Dann sollen rund 80 Prozent aller Adresspunkte im Landkreis Nordsachsen über einen Glasfaseranschluss verfügen. Damit wird nach dem bereits abgeschlossenen Ausbau der sogenannten „weißen Flecken“ ein weiterer wichtiger Schritt für eine leistungsfähige digitale Infrastruktur in der Region vollzogen.
Vereinbarungen mit der Deutschen Glasfaser GmbH sind hinfällig!
In ihrem kürzlich veröffentlichten Schreiben an die betreffenden Haushalte, informierte die Deutsche Glasfaser GmbH jüngst über deren Rückzug aus dem Projekt zum Breitbandausbau in Eilenburg. Nach Informationen des Unternehmens sind die bisher eingegangenen Kundenaufträge damit hinfällig und werden entsprechend nicht umgesetzt. Vor allem die wirtschaftliche Analyse des Projektes in Eilenburg gab zum Anlass, dass ein eigenwirtschaftlicher Ausbau finanziell nicht darstellbar wäre.