Titel Logo
Muldespiegel und Amtsblatt der Großen Kreisstadt Eilenburg und der Gemeinden
Ausgabe 19/2026
Die Stadtverwaltung informiert
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Neues aus dem Stadtrat

Foto: wikipedia.de

 

Der Eilenburger Stadtrat tagte am 7. September 2026 und stimmte unter anderem zu folgenden Themen ab:

 

Notunterkunft: Änderung der Gebührensatzung beschlossen

Der Stadtrat der Großen Kreisstadt Eilenburg hat am 6. Juli 2026 eine neue Satzung zur Nutzung und Gebührenregelung einer Notunterkunft beschlossen. Die geplante Unterkunft im Gewerbegebiet „Am Schanzberg“ kann aufgrund baurechtlicher Verzögerungen jedoch nicht wie vorgesehen zum 1. September 2026 in Betrieb gehen. Bis dahin wird die bisherige Unterkunft bei der EWV GmbH weiter genutzt. Daher bleibt die bisherige Benutzungsgebühr von 15 Euro pro Nacht und Person vorerst bestehen. Die entsprechende 1. Änderungssatzung gilt rückwirkend ab dem 1. September 2026 und bis zur Inbetriebnahme der neuen Notunterkunft.

 

Stadtrat macht Weg für neuen „Wohnpark Muldenaue“ frei

Die Stadträte haben den Entwurf des Bebauungsplans Nr. 60 „Wohnpark Muldenaue“ gebilligt und die öffentliche Auslegung beschlossen. Nördlich der Ernst-Mey-Straße soll auf rund 5,3 Hektar ein neues Wohngebiet mit etwa 85 Wohnungen entstehen. Geplant sind Ein- und Mehrfamilienhäuser. Bei der Planung werden insbesondere Hochwasser- und Naturschutz, vorhandene Waldflächen, mögliche Altlasten sowie die Nähe zu Gewerbebetrieben berücksichtigt. In Überschwemmungsgebieten ist keine Bebauung vorgesehen. Eine Mischbaufläche soll mögliche Konflikte zwischen Wohnen und Gewerbe vermeiden. Der Bebauungsplan wird nun einen Monat öffentlich ausgelegt. Bürger können die Unterlagen einsehen und Stellungnahmen abgeben. Parallel wird der Flächennutzungsplan angepasst. Hinweise aus der ersten Beteiligung im Jahr 2023 wurden in die weitere Planung einbezogen.

 

 

 

 

Flächennutzungsplan wird für den „Wohnpark Muldenaue“ angepasst

Der Stadtrat hat die erneute öffentliche Auslegung der 5. Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen. Damit wird die Planung für den künftigen „Wohnpark Muldenaue“ nördlich der Ernst-Mey-Straße weitergeführt. Da auf dem ehemaligen Gelände des Dermatoid-Werkes künftig neben Gewerbe auch Wohnraum entstehen soll, wird der Flächennutzungsplan parallel zum Bebauungsplan Nr. 60 entsprechend angepasst. Hinweise aus der bisherigen Bürger- und Behördenbeteiligung, unter anderem zu Hochwasser-, Natur- und Gewässerschutz, Altlasten, Wald, Gewerbe und Lärm, wurden berücksichtigt. Der überarbeitete Entwurf wird erneut öffentlich ausgelegt. Bürger sowie Behörden können die Unterlagen einsehen und Stellungnahmen abgeben.

 

Flächennutzungsplan für den Standort „Zur Mühle 6“ in Kospa geändert

Der Stadtrat hat die 6. Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen. Damit wird die weitere Entwicklung des Gartenbaubetriebs „Gärtner Max“ am Standort Zur Mühle 6 in Kospa ermöglicht. Die bisher als Landwirtschaftsfläche ausgewiesene Fläche wird künftig als Baufläche dargestellt, um insbesondere die Lagerung und Verarbeitung von Holz rechtlich abzusichern. Auch Voraussetzungen für Schwerlastverkehr, Löschwasser und die Entsorgung von Niederschlagswasser werden geschaffen. Im Rahmen der öffentlichen Auslegung gingen keine Stellungnahmen aus der Bürgerschaft ein. Die Behörden gaben lediglich redaktionelle Hinweise. Der Stadtrat hat die Abwägung beschlossen und die Flächennutzungsplanänderung einschließlich Begründung verabschiedet.

 

Mehr Platz für die Dr.-Belian-Grundschule

Die Dr.-Belian-Grundschule in Eilenburg wird erweitert. Der Stadtrat hat einen eingeschossigen Erweiterungsbau in Containerbauweise mit einem Investitionsvolumen von 1 Million Euro beschlossen. Grund sind steigende Schülerzahlen und zusätzlicher Förderbedarf. Ab dem Schuljahr 2027/2028 werden voraussichtlich rund 250 Kinder am Standort betreut. Der Neubau bietet drei Klassenräume, Sanitär- und Nebenräume und wird vormittags als Schule und nachmittags als Hort genutzt. Damit kann die bisherige Hort-Außenstelle in der Röberstraße aufgegeben werden. Rund 70 Prozent der Kosten sollen über das Förderprogramm „Startchancen“ finanziert werden. Die Planung übernimmt das Eilenburger Büro Giersdorff Architekten. Durch die Containerbauweise soll der Erweiterungsbau rechtzeitig zum Schuljahr 2027/2028 fertiggestellt werden.

 

Rödgener Straße wird grundhaft saniert

Der Stadtrat hat den grundhaften Ausbau der Rödgener Straße beschlossen. Die wichtige Verkehrsverbindung im Bereich Eilenburg-Berg ist stark sanierungsbedürftig. Fahrbahn und Gehwege weisen erhebliche Schäden auf, zudem funktioniert die Straßenentwässerung nicht mehr zuverlässig. Eine reine Reparatur ist daher nicht mehr sinnvoll. Im Zuge des Ausbaus soll die Straße umfassend erneuert werden. Vorgesehen sind eine 6,50 Meter breite Asphaltfahrbahn, die Erneuerung von Gehwegen und Zufahrten sowie eine Verbesserung der Straßenentwässerung und Verkehrsführung. Auch die Straßenbeleuchtung und notwendige Versorgungsleitungen sollen erneuert werden. Die Arbeiten der verschiedenen Versorgungsträger sollen möglichst mit dem Straßenbau koordiniert werden. Mit dem Ausbau soll die Rödgener Straße zudem besser an das übergeordnete Straßennetz angebunden werden. Die Stadt strebt eine Umsetzung der Gesamtmaßnahme bis Ende 2027 an. Die voraussichtlichen Kosten liegen bei rund 1,6 Millionen Euro. Die weiteren Planungsleistungen für den Straßen- und Tiefbau wurden an „Albrechtplan“ aus Leipzig und die Planung der Straßenbeleuchtung an die „HTA Planungsgesellschaft für Haustechnische Anlagen mbH“ aus Authausen vergeben.

 

 

 

Ersatzneubau der Röhrenbrücke

Die Planung für den Ersatzneubau der Röhrenbrücke mit Freianlagen geht weiter. Der Stadtrat hat beschlossen, die weiteren Planungsleistungen ab der Leistungsphase 5 an zwei spezialisierte Ingenieurbüros zu vergeben. Die bestehende Röhrenbrücke soll abgebrochen und durch eine neue Holzbrücke ersetzt werden. Gleichzeitig wird das Umfeld auf der Mühlinsel neugestaltet. Geplant sind unter anderem eine barrierefreie Rampe zur Brücke sowie neue Fuß- und Radwege und eine bessere Anbindung an den vorhandenen Wirtschaftsweg. Die weiteren Planungen können nach Erteilung der erforderlichen wasserrechtlichen Genehmigung fortgeführt werden. Ein entsprechender Antrag wurde bereits beim Landratsamt Nordsachsen eingereicht. Mit der neuen Brücke und der neugestalteten Umgebung soll die Mühlinsel künftig sicherer, barriereärmer und attraktiver für Fußgänger und Radfahrer werden.