Das Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V. hat gemeinsam mit der Universität Leipzig eine Analyse der kommunalen Finanzsituation der Stadt Eilenburg durchgeführt und mit Städten im Umland verglichen.
Untersucht wurden die Wirkungszusammenhänge zwischen kommunalen Haushaltsprozessen sowie demografischen und sozioökonomischen Entwicklungen. Für Eilenburg wurde dazu eine Basisanalyse der Haushaltssituation erstellt. Als Datengrundlage dienten unter anderem die Jahresrechnungs- und Kassenstatistik, der Haushaltsplan sowie weitere themenspezifische Statistiken. Dazu zählten beispielsweise Bevölkerungs-, Kita- und Schulstatistiken des Statistischen Landesamtes Sachsen. Betrachtet wurde der Zeitraum von 2015 bis 2024.
Im Rahmen der Untersuchung wurde Eilenburg konkret mit den Städten Delitzsch, Torgau, Oschatz und Schkeuditz sowie mit den Durchschnitten aus Mittelzentren in Sachsen und Nordsachsen mit 15.000 bis 25.000 Einwohnern verglichen.
Im Bereich der Bevölkerungsentwicklung schneidet Eilenburg im Vergleich zu den betrachteten Städten sehr gut ab. Die Einwohnerzahl ist im Untersuchungszeitraum stetig gestiegen und in den Jahren 2023 und 2024 sogar nur in Eilenburg.
Neben dem positiven Saldo aus Zu- und Wegzügen weist Eilenburg auch bei den Geburtenzahlen die meisten Geburten im Vergleichsfeld auf, während viele Kommunen einen Rückgang verzeichnen mussten.
Stabile Werte wurden Eilenburg auch bei den Gewerbesteuereinnahmen bescheinigt, wobei die dazu korrespondierenden Landeszuschüsse allerdings unterdurchschnittlich ausfallen.
Die Zuschüsse für Kultur, Sport, Wirtschaft und Tourismus liegen im landesweiten Durchschnitt, was wegen der vorhandenen zahlreichen Eilenburger Angebote ein guter Wert ist.
Insgesamt ist die finanzielle Situation in den verglichenen Städten ähnlich. Wegen der stagnierenden Einnahmebasis haben sich die finanziellen Spielräume allerdings stark eingeschränkt.