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Muldespiegel und Amtsblatt der Großen Kreisstadt Eilenburg und der Gemeinden
Ausgabe 7/2026
Die Stadtverwaltung informiert
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Neues aus dem Stadtrat

 

Der Eilenburger Stadtrat tagte am 30. März 2026 und stimmte unter anderem zu folgenden Themen ab:

 

Bahnhof Eilenburg-Ost wird modern und barrierefrei erneuert

Der Vorplatz am Bahnhof Eilenburg-Ost grundlegend erneuert. Dem haben die Stadträte in ihrer vergangenen Sitzung zugestimmt. Der Bereich ist derzeit in einem schlechten Zustand: Fahrradständer fehlen, Autos parken ungeordnet und das grobe Kopfsteinpflaster erschwert besonders Menschen mit Gehbehinderungen den Zugang zu den Bahnsteigen. Da der Bahnhof täglich stark genutzt wird und auch der Behindertenverband seit Längerem Verbesserungen fordert, soll der Platz nun modern und barrierefrei umgebaut werden.

Geplant sind 60 neue Parkplätze, darunter zwei für Menschen mit Behinderungen, eine barrierefreie Bushaltestelle mit Wendeschleife sowie 79 überdachte Fahrradstellplätze. Außerdem wird die komplette Straßenbeleuchtung erneuert. Die Baukosten von rund 1,1 Millionen Euro werden größtenteils durch Fördermittel des Freistaates Sachsen und des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig gedeckt.

Die Arbeiten sollen bis Juli 2027 abgeschlossen sein. Hintergrund ist der geplante Umbau des Bahnhofs Eilenburg-Mitte ab August 2027, für den der Bahnhof Eilenburg-Ost als wichtiger Umsteigepunkt dienen wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausbau der Rödgener Landstraße

Die Stadt Eilenburg arbeitet gemeinsam mit dem Landkreis Nordsachsen am Ausbau der Rödgener Landstraße. Da der Landkreis die Straße vollständig erneuert, nutzt die Stadt die Bauarbeiten, um den angrenzenden Gehweg zu sanieren, da sich der Weg in einem schlechten Zustand befindet. Durch die gemeinsame Maßnahme spart die Stadt Kosten, da Planung und viele Baunebenkosten überwiegend beim Landkreis liegen. Der Gehweg erhält eine neue Betonborde, eine feste Pflasterdecke im Bereich der Einrichtungen des St. Martin Caritas-Hilfsverbunds und eine erneuerte ungebundene Oberfläche in den übrigen Abschnitten. Zudem wird die Entwässerung modernisiert. Die Stadt übernimmt rund 51.000 Euro der Gesamtkosten. Die Stadträte der Großen Kreisstadt Eilenburg haben der Maßnahme zugestimmt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Röhrenbrücke wird erneuert – neue Holzbrücke und attraktive Freianlagen geplant

Der Ersatzneubau der Röhrenbrücke über den Mühlgraben soll erneuert werden. Die bestehende Brücke ist stark beschädigt, vor allem durch die Hochwasser in den Jahren 2002 und 2013. Dank eines Förderprogramms kann jetzt eine neue, überdachte Holzbrücke ohne Mittelpfeiler gebaut werden. Sie sorgt für mehr Sicherheit im Hochwasserfall und schafft weiterhin eine wichtige Verbindung zwischen Mühlstraße, Mühlwiese, den Kleingärten und dem Stadion.

Im Zuge der Arbeiten wird auch der gesamte Bereich um die Brücke neugestaltet. Dazu gehören eine barrierefreie Rampe, neue Wege auf beiden Seiten des Mühlgrabens sowie Verbesserungen der Grünflächen. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und zusätzliche Erlebnisbereiche zu schaffen.

Für das Projekt stehen rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung, wovon 75 Prozent aus dem Programm „EFRE – Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung" gefördert werden. Der Stadtrat hat die Umsetzung beschlossen und die notwendigen Planungsleistungen vergeben. Die Bauarbeiten sollen Ende 2026 beginnen und im Jahr 2027 abgeschlossen sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufstellung des Bebauungsplans „Wohnpark an der Heidebahn"

Der Stadtrat hat die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 66 „Wohnpark an der Heidebahn" beschlossen. Damit wird der Weg frei für ein neues Wohngebiet auf einer bislang kaum genutzten Fläche zwischen Hartmannstraße, Thomas-Müntzer-Straße und der Bahnlinie in Eilenburg-Ost. Die Fläche umfasst rund sechs Hektar und soll künftig Platz für verschiedene Wohnformen bieten – von Einfamilien- über Doppel- und Reihenhäusern bis hin zu Mehrfamilienhäusern. In einem kleinen Teilbereich sind zusätzlich nicht störende Gewerbenutzungen vorgesehen, um einen guten Übergang zum bestehenden Gewerbegebiet zu schaffen.

Der Antrag dafür wurde von der Ingenieurgesellschaft für Bauwesen Hubert Lerch mbH gestellt, die auch alle Planungs- und Erschließungskosten übernimmt. Bestehende Darstellungen im Flächennutzungsplan müssen angepasst werden, damit die neue Wohnnutzung rechtlich abgesichert ist. Da es sich um eine sogenannte Innenentwicklung handelt, kann das Verfahren in einem beschleunigten Ablauf erfolgen.

Geplant ist, das Gebiet schrittweise zu entwickeln, damit die vorhandene Infrastruktur nicht überlastet wird. Nach dem Aufstellungsbeschluss folgen im Jahr 2026 die Beteiligung der Behörden und der Öffentlichkeit. 2027 sollen der endgültige Beschluss sowie die Erschließung beginnen. Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes ist Ende 2028 zu rechnen. Der Beschluss selbst verursacht für die Stadt keine direkten Kosten, da sowohl Planung als auch Erschließung vom Investor übernommen werden.