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Muldespiegel und Amtsblatt der Großen Kreisstadt Eilenburg und der Gemeinden
Ausgabe 9/2026
Die Stadtverwaltung informiert
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Eröffnung des Nymphenbrunnens am Dr.-Külz-Ring

Fotos: Stadtverwaltung Eilenburg - Der Oberbürgermeister Ralf Scheler dreht das Wasser des Brunnens auf.

Bei strahlendem Sonnenschein wurde am Samstag, dem 25. April 2026 der neue Nymphenbrunnen im Innenbereich des Dr.-Külz-Rings feierlich eröffnet. Zahlreiche Gäste waren der Einladung der Stadtverwaltung Eilenburg gefolgt, um das Ergebnis der umfangreichen Baumaßnahme zu würdigen.

 

Im Zuge der vollständigen Erneuerung und des barrierefreien Ausbaus der Bushaltestellen sowie der angrenzenden Straßenabschnitte am Dr.-Külz-Ring wurde auch die zentrale Grünfläche neugestaltet. Herzstück der Umgestaltung ist der neu errichtete Brunnen, der gegenüber seinem Vorgänger leicht nach Osten versetzt wurde und sich harmonisch in das neugestaltete Umfeld einfügt. Wellenförmige Pflasterflächen sowie geschwungene Pflanzbereiche ziehen sich durch die Anlage und greifen die Gestaltungsidee des Brunnens auf. Während der Bauarbeiten wurde besonderer Wert auf den Schutz des Wurzelbereichs der vorhandenen Linden gelegt.

 

Mit den Arbeiten wurde Anfang Juli 2025 begonnen. Ein erster Meilenstein war das Setzen des rund 9,5 Tonnen schweren Schachtbauwerks für die Brunnenanlage. Die Planung lag in den Händen des Büros Knoblich Landschaftsarchitekten. Den künstlerischen Auftrag erhielt bereits im Oktober 2021 die Künstlerin Christiane Budig aus Halle.

Die feierliche Eröffnung wurde von Mathias Gürke moderiert, der in kurzen Gesprächen mit der Künstlerin, dem Fachbereichsleiter für Bau- und Stadtentwicklung, Philipp Zakrzewski, sowie Oberbürgermeister Ralf Scheler Einblicke in die Entstehung und Bedeutung des Projekts gab. Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Lesung der Eilenburger Nymphensage, die als inhaltliche Grundlage für die Gestaltung des Brunnens diente.

 

Die Sage erzählt von einer geheimnisvollen Nymphe, die einst an einer Quelle nahe Eilenburg lebte und einem Mädchen mit heilkräftigen Kräutern und wundersamem Wasser half, seine kranke Mutter zu retten. Das Wasser brachte nicht nur Heilung, sondern auch Wohlstand, und wurde später in die Stadt geleitet – eine Geschichte, die bis heute die Verbundenheit Eilenburgs mit dem Element Wasser symbolisiert.

 

Christiane Budig erläuterte im Rahmen der Veranstaltung die künstlerische Umsetzung dieser Sage, die sich in Formensprache und Gestaltungselementen des Brunnens widerspiegelt. Ergänzend wurden Informationen zum Bauablauf und zur technischen Umsetzung gegeben.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 465.000 Euro. Etwa zwei Drittel der Kosten wurden über Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ finanziert, ein Drittel trägt die Stadt Eilenburg aus Eigenmitteln.

 

Der Brunnen wird künftig täglich von 10:00 bis 22:00 Uhr in Betrieb sein und ist zudem mit einer Beleuchtung ausgestattet, die ihn in den Abendstunden in Szene setzt. Aufgrund noch ausstehender Restarbeiten und notwendiger Nachbesserungen – darunter die Aufstellung weiterer Sitzgelegenheiten sowie die gestalterische Ergänzung durch eingelassene „Goldnuggets“ im Boden – wird die Anlage jedoch vorübergehend außer Betrieb genommen. Die Wiederinbetriebnahme erfolgt nach Abschluss aller Arbeiten.

 

Die Stadtverwaltung Eilenburg ruft zudem alle Bürger sowie Anwohner dazu auf, sich aktiv an der Pflege der neuen Anlage zu beteiligen. Gesucht werden ehrenamtliche „Brunnen- und Grünflächenpaten“, die sich insbesondere um die Sauberhaltung der Fläche sowie die Bewässerung der Anpflanzungen kümmern. Interessierte können so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieses neuen Aufenthaltsortes leisten und das Stadtbild nachhaltig mitgestalten.

 

Mit dem Nymphenbrunnen ist ein weiterer attraktiver Aufenthaltsort im Stadtgebiet entstanden, der die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum nachhaltig verbessert, zugleich ein Stück Eilenburger Geschichte erlebbar macht und einen Beitrag zur Reduzierung der sommerlichen Hitzebelastung in der Stadt darstellt.