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Kreisanzeiger für den Landkreis Elbe-Elster
Ausgabe 1/2026
Bildung/Kultur
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20 Jahre Bildungskonferenz Elbe-Elster – Lernen hört nie auf

Gemeinsam für Bildung: Referentinnen und Referenten, Moderator, Bürgermeister, Landrat, Dezernentin und Mitarbeitende des Bildungsbüros bei der 20. Bildungskonferenz Elbe-Elster.

Blick in den Saal des Refektoriums in Doberlug-Kirchain.

Jubiläumstagung setzt starke Impulse für lebenslanges Lernen und die Bildungszukunft der Region

Mit einer feierlichen Jubiläumstagung ist am 27. November 2025 im Refektorium am Schlossplatz in Doberlug-Kirchhain die 20. Bildungskonferenz des Landkreises Elbe-Elster begangen worden. Unter dem Motto „Lernen – Leben – Weiterbilden. Weil Lernen nie aufhört und Zukunft Bildung braucht“ rückte die Veranstaltung das lebenslange Lernen in den Mittelpunkt – von der frühkindlichen Bildung bis ins hohe Alter. Durch das Programm führte souverän und pointiert Ralf Jußen, der die Teilnehmenden als Moderator durch den Tag begleitete.

Seit zwei Jahrzehnten ist die Bildungskonferenz ein fester Treffpunkt für Fachkräfte, Einrichtungen, Politik und Verwaltung. Auch zum Jubiläum wurde deutlich, wie wichtig dieser Austausch für die Bildungsentwicklung in der Region ist. In seiner Eröffnungsrede vor den rund 80 Gästen betonte Landrat Christian Jaschinski: „Bildung ist kein abgeschlossener Lebensabschnitt, sondern ein ständiger Begleiter. Die Bildungskonferenz zeigt seit 20 Jahren, wie wertvoll gemeinsames Nachdenken, Vernetzen und Weiterentwickeln für unsere Region ist.“

Im Anschluss an die Begrüßung gab es von den angehenden Heilerziehungspflegern und Erzieherinnen am Oberstufenzentrum Elbe-Elster, Abteilung Sozialwesen in Finsterwalde, einen musikalisch-kreativen Kulturbeitrag zur Bedeutung des lebenslangen Lernens in der beruflichen Ausbildung

Ein besonderer Höhepunkt der Tagung war der Hauptvortrag von Luisa Häußer aus Hamburg unter dem Titel „Lebenslang lernen als Haltung – Motivation, Strategien und Übergänge“. In fünf Thesen sprach sie über Bedürfnisse, Mut zum Ausprobieren, neue Wege, Offenheit für Veränderungen und deren Wirkung. Ihre zentrale Botschaft fand großen Anklang bei den Teilnehmenden:

„Wir müssen nicht alles wissen. Wir dürfen irritiert sein. Wir dürfen Fehler machen. Entscheidend ist, dass wir offen bleiben – und miteinander ins Gespräch kommen.“

Am Nachmittag standen vielfältige Inputs zum lebenslangen Lernen in Elbe-Elster im Mittelpunkt. In sechs thematischen Blöcken wurde deutlich, wie breit und lebendig Bildungsarbeit in der Region aufgestellt ist – vom Lernen von Geburt an über Bibliotheksarbeit im ländlichen Raum, engagierte Lehrkräfte als „Lernkatalysatoren“, den Wandel in der Wirtschaft bis hin zu Angeboten der Kreisvolkshochschule und bürgernahen Bildungsorten in den Kommunen. Die Beiträge machten sichtbar, wie stark Bildung als gemeinschaftliche Aufgabe verstanden wird.

Zum Abschluss hatten die Referentinnen und Referenten Gelegenheit, ihre Impulse noch einmal zu bündeln und mit den Teilnehmenden zu diskutieren. Den Ausblick auf zukünftige Entwicklungslinien der Bildungsarbeit im Landkreis gab abschließend Anja Miersch, Dezernentin für Bildung, Jugend, Soziales und Kultur.

Mit vielen Anregungen, neuen Kontakten und einem gestärkten Netzwerk endete die 20. Bildungskonferenz ebenso inspirierend, wie sie begonnen hatte – als lebendiges Forum für Austausch, Reflexion und neue Ideen. Die Dokumentation der Veranstaltung ist auf der Internetseite des Bildungsbüros unter dem Bereich Bildungskonferenzen abrufbar. (tiwa)