Landrat Christian Jaschinski hält beim Richtfest für den Erweiterungsbau der Albert-Schweitzer-Schule in Herzberg (Elster) eine Ansprache. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Bildung und Bauwirtschaft würdigte er den zügigen Baufortschritt; im Hintergrund ist der Rohbau der neuen Schulräume zu sehen.
Die Albert-Schweitzer-Schule in Herzberg (Elster) erhielt mit dem Richtfest am 12. Dezember 2025 einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu besseren Lernbedingungen. Nachdem am 3. Juli 2025 der Grundstein gelegt worden war, wurde nunmehr im Rahmen eines feierlichen Zeremoniells die Richtkrone auf den neuen Erweiterungsbau an der Einrichtung mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ in der Grochwitzer Straße 20 aufgesetzt. In Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Bildung und Bauwirtschaft würdigten alle Beteiligten den zügigen Baufortschritt und den Abschluss des Rohbaus.
„Mit diesem Bauvorhaben erfüllen wir einen wichtigen bildungspolitischen Auftrag und schaffen zugleich die räumlichen Voraussetzungen für eine hochwertige Förderung von Schülerinnen und Schülern mit geistiger Beeinträchtigung“, erklärte Landrat Christian Jaschinski anlässlich des Richtfestes. Er betonte, dass der Baufortschritt zeige, wie konsequent der Landkreis den eingeschlagenen Weg zur Verbesserung der schulischen Infrastruktur weiterverfolge.
Die Schulgemeinschaft, Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises Elbe-Elster, Planungsbüros sowie ausführende Firmen würdigten das Richtfest als bedeutenden Schritt für mehr Bildungsgerechtigkeit im Landkreis. „Diese Schule lebt Vielfalt und Menschlichkeit. Mit dem Erweiterungsbau schaffen wir die räumlichen Bedingungen, die junge Menschen mit Unterstützungsbedarf verdienen“, betonte Landrat Jaschinski. „Wir investieren nicht nur in Beton und Technik – wir investieren in Chancen, Selbstbestimmung und Teilhabe.“
Die Albert-Schweitzer-Schule begleitet derzeit zehn Klassen mit 63 Schülerinnen und Schülern im Alter von 6 bis 18 Jahren – 28 davon bislang an einem separaten Standort in der Falkenberger Straße. „Diese Trennung stellte unsere Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium täglich vor enorme logistische und pädagogische Herausforderungen“, so der Landrat weiter.
Mit dem auf 5,7 Millionen Euro veranschlagten Neubauprojekt, dessen Finanzierung vollständig aus Eigenmitteln erfolgt, entsteht ein barrierefreier, zukunftsorientierter Lernort. Bis 2027 werden in drei Bauabschnitten unter anderem geschaffen:
| • | sieben Klassenräume, jeweils mit Küchenzeile zur Förderung alltagsnaher Kompetenzen |
| • | ein modern ausgestatteter Snoezelraum für Entspannung und Sinneswahrnehmung |
| • | ein Time-Out-Raum zur gezielten emotionalen Regulation |
| • | ein Fachraum für Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT) und ein großzügiger Lehrküchenbereich |
| • | drei digitale Tafeln für medienpädagogisches Lernen sowie |
| • | ein Aufzug, der erstmals das gesamte Schulgebäude barrierefrei zugänglich macht. |
Die haustechnische Ausstattung folgt ökologischen Standards, darunter Wärmepumpe, dezentrale Lüftungsanlagen in allen Klassenräumen sowie eine geplante Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die Planungsleistungen verantworten das Ingenieurbüro Richter aus Schönewalde und das Büro AHS aus Falkenberg.
Mit dem Richtfest wurde nicht nur der Abschluss des Rohbaus gefeiert – sondern erneut ein sichtbares Zeichen für ein neues Kapitel der Förderung junger Menschen mit geistiger Beeinträchtigung gesetzt. (tho)