Kreiswahlleiterin Susann Kirst unterschreibt die Niederschrift zur ordnungsgemäßen Zulassung der Wahlvorschläge.
Am 15. Februar 2026 sind die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Elbe-Elster aufgerufen, einen neuen Landrat zu wählen. Für die Wahl haben vier Bewerber ihre Unterlagen abgegeben. Diese wurden durch den Kreiswahlausschuss am 12. Dezember 2025 zugelassen. Es sind Norbert Kleinwächter aus Falkenberg/Elster, der für die AfD antritt, Landrat Christian Jaschinski aus Rückersdorf auf Vorschlag der CDU, Christian Nürbchen aus Falkenberg/Elster für die Listenvereinigung Die Linke-Grüne/B90 und der Einzelwahlvorschlag Marcel Schmidt aus Hirschfeld.
„Am Wahltag haben, mit wenigen Ausnahmen, die bekannten rund 200 Wahllokale im Landkreis geöffnet. Darüber hinaus besteht in gewohnter Weise auch die Möglichkeit der Briefwahl“, sagte Kreiswahlleiterin Susann Kirst.
Eine Direktwahl des Landrates findet im Landkreis nach 2010 und 2018 zum dritten Mal statt. Dazu sind rund 85.000 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Gewählt ist der Bewerber, der im ersten Wahlgang mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat. Dabei ist es aber erforderlich, dass diese Mehrheit mehr als 15 Prozent der Wahlberechtigten umfasst. Damit ist gesichert, dass der neue Landrat über eine ausreichende demokratische Legitimation verfügt. Andernfalls ist eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen erforderlich, für die der 1. März 2026 vorgemerkt wurde. Dort entscheidet die Stimmenmehrheit über den Wahlsieg. Auch für die Stichwahl gilt, dass der neue Landrat die Zustimmung von mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten auf sich vereinen muss.
Insofern ist eine hohe Wahlbeteiligung erforderlich. Kommt die erforderliche Stimmenzahl von mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten für den Sieger nicht zustande, muss dann der Kreistag in einem neuen Verfahren über die Besetzung des Landratspostens entscheiden.
Der neue Landrat wird für die Dauer von acht Jahren gewählt. Die Amtszeit des aktuellen Landrates Christian Jaschinski endet am 25. April. (tho)