Die drei Uebigauer Prüflinge gemeinsam mit Tom Weigelt (2. V. l.).
Drei Uebigauer Judoka erarbeiteten sich kürzlich den 1. Dan. Während andere den Herbst genossen, galt es in Uebigau, sich mit höchster Konzentration auf ein großes Ziel vorzubereiten. Olaf Krüger, André Fleischer und Kevin Abraham legten erfolgreich ihre Prüfung zum 1. Dan ab – dem schwarzen Gürtel im Judo. Die intensive Vorbereitungszeit von fast sechs Monaten fand damit ihren verdienten Abschluss.
Alle drei Prüflinge wurden während dieser Zeit eng von Tom Weigelt (4. Dan) begleitet. Er stand bei jeder Trainingseinheit am Mattenrand und unterstützte die Judoka mit seinem umfangreichen Fachwissen. So wurde ihm schließlich auch die Ehre zuteil, einem der Prüflinge den schwarzen Gürtel zu überreichen. Dabei wurde vermutlich nicht nur der Schweiß aus den Gesichtern getrocknet.
Die Prüfungskommission bestand aus Marco Beischmidt (6. Dan, rot weiß), Jörg Rahn (6. Dan) und Edgar Germersdorf (3. Dan). Autodidaktisch erlernten alle drei Prüflinge die Ju no Kata und stellten diese zunächst im Rahmen von Konsultationen Marco Beischmidt und anschließend final Manuel Gluske vor. Marco Beischmidt gilt als ausgewiesener Experte dieser Kata. Eine Kata im Judo ist eine festgelegte und choreografierte Abfolge von Techniken, bei der Perfektion und Genauigkeit der Abfolge eine zentrale Rolle spielen.
Doch damit nicht genug. Zum Prüfungsportfolio eines angehenden Meisters im Judo gehört es ebenfalls, alle 40 Grundtechniken zu beherrschen und erklären zu können. Die Konsultation hierzu fand in Ludwigsfelde statt. Mit strengem Blick, aber stets fairer Bewertung, wurde bis zur Prüfung am Feinschliff des Programms gearbeitet.
Der Prüfungstag selbst war lang für die drei Dan-Aspiranten. Nach rund fünf Stunden fiel schließlich das Urteil und die Prüfer konnten gratulieren. „Alle drei legten eine hervorragende Prüfung ab. Die Konsultation zeigte noch Entwicklungspotenzial in kleinen Bereichen, doch das Gesamtergebnis ist sehr sehenswert“, resümierte Marco Beischmidt. Auch die drei Prüfer, die mit einem exakten und methodisch disziplinierten Blick auf die Leistungen schauten, zogen ein durchweg positives Fazit.
Die Expertise an diesem Tag beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Matte. Im Publikum verfolgten unter anderem Holger Lehmann (6. Dan), Reinhard Knisse (6. Dan und Vereinsvorsitzender) sowie Simone Glenz (Weltmeisterin) die Prüfung. Entsprechend groß war die Freude am Ende nicht nur bei den neuen Dan-Trägern. In gelassener Atmosphäre wurde die Prüfung ausgewertet und es wurden zahlreiche Anekdoten aus vergangenen Jahren ausgetauscht.
Für den Uebigauer Sportbund ist eine Prüfung zum 1. Dan keine Alltäglichkeit. Umso bedeutender ist es, wenn sich so viele ausgewiesene Fachmänner und Fachfrauen an der Matte in Uebigau einfinden.