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Kreisanzeiger für den Landkreis Elbe-Elster
Ausgabe 8/2026
Aus der Kreisverwaltung
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Hochwasserschutz kommt voran: Landkreis drängt auf weitere Schritte entlang Schwarzer Elster und Elbe

Gunnar Soyka, Projektleiter des Landesamtes für Umwelt Brandenburg, erläutert u.a. Umweltministerin Hanka Mittelstädt und Landrat Marcel Schmidt (v.l.n.r.) die laufenden Arbeiten an der Hochwasserschutzanlage entlang der Schwarzen Elster. Die mächtigen Spundwände verdeutlichen das Ausmaß der Baumaßnahme.

Ministerin Hanka Mittelstädt informiert sich gemeinsam mit Landrat Marcel Schmidt über Baufortschritt in Herzberg – Landkreis nimmt gesamte Region in den Blick

 

Mit jedem Baufortschritt wächst die Sicherheit für die Menschen in Herzberg (Elster). Davon überzeugten sich Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt und Landrat Marcel Schmidt bei einem Besuch der laufenden Hochwasserschutzmaßnahmen an der Schwarzen Elster. Gemeinsam mit Bürgermeister Karsten Eule-Prütz informierten sie sich über den Stand der Arbeiten am „Teilobjekt 1 – Bauabschnitt 2–3 links“.

Für die Maßnahme werden rund 4,55 Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Brandenburg investiert. Auf rund 7.000 Quadratmetern entsteht eine moderne Hochwasserschutzanlage für ein sogenanntes HQ100 – also zum Schutz vor einem statistisch einmal in 100 Jahren auftretenden Hochwasser. Die Rammarbeiten für die Spundwand sind bereits abgeschlossen. Zudem entstehen ein neuer Deichverteidigungsweg, eine Flutmulde zur Verbesserung des Hochwasserabflusses sowie Maßnahmen zur Baugrundverbesserung im Bereich der ehemaligen Altlastendeponie „Am Sportplatz“. Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sichern den Schutz von Natur und Landschaft. Der Baubeginn war im Dezember 2025, die Fertigstellung ist für Ende September 2027 geplant.

„Vor ziemlich genau einem Jahr wurde an dieser Stelle noch über Planungen gesprochen. Heute sehen wir sichtbare Fortschritte“, sagte Landrat Marcel Schmidt. „Die Arbeiten laufen planmäßig und zeigen, dass sich Beharrlichkeit auszahlt.“

Auch Umweltministerin Hanka Mittelstädt betonte die Bedeutung der Investitionen. Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass bestehende Schutzanlagen an ihre Grenzen kommen können. Deshalb werde der Hochwasserschutz entlang der Schwarzen Elster gezielt weiterentwickelt.

Landrat Schmidt verwies zugleich darauf, dass weitere Projekte im Landkreis vorangebracht werden müssen. In Bad Liebenwerda und Elsterwerda seien Fortschritte bei Planung und Umsetzung dringend erforderlich. Auch der noch fehlende Deichabschnitt vor Mühlberg bleibe eine wichtige Aufgabe, damit der Hochwasserschutz entlang der Elbe den heutigen Anforderungen entspreche.

„Hochwasserschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur gemeinsam mit Land, Kommunen und den Menschen vor Ort erfolgreich umgesetzt werden kann“, so Schmidt abschließend.  (tho)