Der tätliche Angriff auf eine Mitarbeiterin des Jugendamtes in der Außenstelle der Kreisverwaltung Elbe-Elster in Finsterwalde am 16. Juli hat Konsequenzen für die Sicherheit an den Verwaltungsstandorten. Die Mitarbeiterin war während der Sprechzeit von einem Besucher angegriffen worden. Weitere Personen wurden verletzt. Eine tatverdächtige Person wurde festgenommen. Die Ermittlungen zum Tathergang und zu den Hintergründen führt die Polizei in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.
Landrat Marcel Schmidt zeigte sich erschüttert und kündigte Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten an. „Der Angriff auf unsere Kollegin und die weiteren Verletzten erschüttert mich zutiefst. Für eine solche Tat gibt es keinerlei Rechtfertigung“, erklärte er. Insbesondere die Beschäftigten des Jugendamtes seien aufgrund ihrer Tätigkeit häufig mit schwierigen persönlichen Situationen und Konflikten konfrontiert. Als Arbeitgeber trage der Landkreis deshalb eine besondere Verantwortung für ihre Sicherheit.
Als unmittelbare Konsequenz wurde ein Wachschutz beauftragt. Während der Sprechzeiten dienstags von 8 bis 17 Uhr und donnerstags von 8 bis 16 Uhr begleitet er an den Standorten Finsterwalde und Bad Liebenwerda den Besucherverkehr. Die Haupteingänge bleiben außerhalb der Sprechzeiten geschlossen. Zutritt erhalten ausschließlich Besucherinnen und Besucher mit vorher vereinbartem Termin.
Auch die betroffenen Beschäftigten erhalten Unterstützung bei der Verarbeitung des Erlebten. Fachleute des Kriseninterventionsteams der Unfallkasse begleiteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Aufarbeitung des Vorfalls. Darüber hinaus überprüft die Kreisverwaltung ihre Dienstgebäude auf mögliche bauliche und organisatorische Verbesserungen. Dabei wird auch die technische Präventionsberatung der Polizei einbezogen.
Nach einer vorübergehenden Einschränkung nimmt inzwischen auch das Jugendamt seinen Sprechbetrieb in Finsterwalde wieder auf. Seit dem 3. August sind die Sozialpädagogischen Dienste wieder an den Standorten Finsterwalde und Bad Liebenwerda erreichbar. Für beide Standorte gelten die regulären Sprechzeiten dienstags von 8 bis 17 Uhr und donnerstags von 8 bis 16 Uhr. Vorsprachen sind weiterhin ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.
Für Termine in Bad Liebenwerda ist die Hotline unter 035341 979733 erreichbar, für Finsterwalde unter 03531 5026333. Der Wachschutz und die weiteren Sicherheitsmaßnahmen bleiben auch nach der Wiederaufnahme des Dienstbetriebs bestehen. Damit setzt die Kreisverwaltung ihre Maßnahmen zum Schutz von Beschäftigten und Besuchern fort und arbeitet zugleich an der Rückkehr zum regulären Dienstbetrieb. (tiwa)