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Kreisanzeiger für den Landkreis Elbe-Elster
Ausgabe 9/2026
Bildung/Kultur
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Die Johannes-Clajus-Schule macht „Duales Lernen“ sichtbar

Ein tolles Graffiti ziert jetzt die Wand am Parkplatz vor der Grund- und Oberschule „Johannes Clajus“ in Herzberg.

Ein außergewöhnliches Graffiti-Projekt verbindet Schule, Stadt und regionale Partner und macht ein neues Lernmodell zum Blickfang

 

Wo sonst vor allem Autos stehen, ist jetzt ein farbenfrohes Zeichen für Aufbruch, Zusammenarbeit und neue Bildungsideen zu sehen: Auf der Wand am Parkplatz vor der Grund- und Oberschule „Johannes Clajus“ in Herzberg ist ein großflächiges Graffiti entstanden. Gestaltet wurde es von Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen 10 gemeinsam mit einer Lehrkraft und zwei professionellen Graffitikünstlern.

Im Mittelpunkt des Kunstwerks steht das „Duale Lernen“ in der Sekundarstufe I, ein Schulentwicklungsprogramm, das ab dem Schuljahr 2026/27 an der Schule umgesetzt wird. Mit Kreativität, Teamgeist und jeder Menge Farbe haben die Jugendlichen ihre Vorstellungen davon sichtbar gemacht, wie Theorie und praktische Erfahrungen künftig noch enger miteinander verbunden werden können.

Doch was verbirgt sich hinter dem „Dualen Lernen“? Das neue Modell verbindet schulisches Lernen mit praktischen Erfahrungen in der Arbeitswelt. Schülerinnen und Schüler sollen Wissen nicht nur im Klassenraum erwerben, sondern auch in realen Zusammenhängen anwenden. Begegnungen mit Unternehmen, Betrieben, Vereinen und weiteren Partnern eröffnen Möglichkeiten, eigene Stärken zu entdecken, Berufsfelder kennenzulernen und Verantwortung zu übernehmen.

Das Graffiti bringt diese Idee auf den Punkt: Lernen findet nicht nur im Klassenzimmer statt. Es entsteht überall dort, wo Menschen gemeinsam Ideen entwickeln, ausprobieren, gestalten und voneinander lernen.

Für die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen 10 war das Projekt weit mehr als eine kreative Unterrichtsstunde. Gemeinsam mit ihrer Lehrkraft und den beiden Graffitikünstlern entwickelten sie die Gestaltung und setzten ihre Ideen um. Dabei waren neben Kreativität auch Teamarbeit, Planung, gegenseitige Rücksichtnahme und die gemeinsame Verantwortung für das Ergebnis gefragt.

So entstand ein Kunstwerk, das die Handschrift vieler Beteiligter trägt und zugleich eine Botschaft vermittelt, die über die Schulmauern hinausgeht.

Möglich wurde das Vorhaben durch die Unterstützung zahlreicher Kooperationspartner. Ein herzliches Dankeschön gilt der Stadt Herzberg, dem Landkreis Elbe-Elster, dem HWAZ als Patenbetrieb, UESA sowie den Vereinen Miau e. V., MINT und Welt in Elbe-Elster e. V. Sie tragen dazu bei, dass neue Wege des Lernens an der Grund- und Oberschule „Johannes Clajus“ nicht nur gedacht, sondern auch praktisch erlebbar werden.

Ein besonderer Dank gilt der Familie Günther, die die Wand für das Projekt zur Verfügung gestellt und damit den Raum für die kreative Umsetzung geschaffen hat.

Das fertige Graffiti ist mehr als eine bunt gestaltete Wand auf dem Parkplatz vor der Grund- und Oberschule „Johannes Clajus“. Es ist ein sichtbares Zeichen dafür, was entstehen kann, wenn Schule, Schülerinnen und Schüler, Familien, Unternehmen, Vereine und öffentliche Partner gemeinsam an einer Idee arbeiten.

Neue Wege beginnen oft mit einer Idee – und manchmal auch mit einer leeren Wand. In Herzberg ist daraus ein farbenfrohes Statement geworden: Duales Lernen ist neu, spannend und voller Möglichkeiten.

Das Team der Grund- und Oberschule „Johannes Clajus“ Herzberg