Nach einer Umfrage nach den Weihnachtsferien haben wir festgestellt, dass digitale Medien bei der Mehrheit der Kinder sehr präsent sind. Folglich gaben 76 von 134 Kindern an, dass sie sich in ihrer Ferienzeit mit digitalen Medien beschäftigt haben. Auch bei der Frage nach den hauptsächlichen Freizeitaktivitäten gaben 79 von 134 Kindern an sich mit digitalen Medien zu beschäftigen.
Heutzutage werden die Lebenswelten von Kindern von klein auf durch digitale Medien geprägt. Daher ist es notwendig, dass die jungen Menschen neben den Grundtechniken wie Lesen, Rechnen und Schreiben zusätzlich den Umgang mit digitalen Medien erlernen. D.h. sie dürfen befähigt werden diese kritisch, selbstbestimmt, kreativ und sozial verantwortlich nutzen, verstehen und gestalten zu können.
Kinder wachsen in dieser digitalen Welt, die sowohl gesellschaftliche Teilhabe, Chancen und Angebote bietet als auch Risiken und Gefahren birgt, wie Cybermobbing und Gewaltvideos über Foren zur Selbstverletzung bis hin zu Idenditätsdiebstahl und Kostenfallen, auf.
Kinder haben das Recht auf Medienpartizipation. Daher sind klare und gemeinsam festgelegte Regeln dringend notwendig. Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) empfiehlt daher unter anderen eine Bildschirmnutzungszeit für Sechs- bis Neunjährige von maximal 30 bis 60 Minuten pro Tag. Diese sollte nicht unbedingt täglich erfolgen und immer mit altersgerechten Inhalten sowie von einem Erwachsenen begleitet und gestaltet werden. Je nach Entwicklungsstand, Alter und Interesse variiert die Bildschirmnutzung.
Unterstützend beim sicheren Umgang mit digitalen Medien sind installierte Jugendschutzeinstellungen. Sowohl bei der Festlegung klarer Regeln als auch bei der Veranschaulichung der Medienzeit, können Mediennutzungsverträge und Mediengutscheine behilflich sein.
Ziel ist, eine gesunde Balance zwischen Online- und Offline-Aktivitäten zu schaffen, bestimmt durch die pädagogischen Empfehlungen und der Elternregelung.
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