Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
nachdem ich bereits in den vergangenen 20 Jahren die Gemeinde Fraureuth als Hauptamtsleiter und Vertreter des Bürgermeisters leitend aktiv mitgestalten durfte, freue ich mich sehr, dass Sie mir bei der Bürgermeisterwahl Ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken.
Mein Dank gilt ebenfalls meinem Amtsvorgänger, langjährigem Chef und gleichzeitig lieben Kollegen Bürgermeister a. D. Matthias Topitsch für die geleistete Arbeit und natürlich für die hervorragende, vertrauenswürdige Zusammenarbeit zwischen uns in all den Jahren!
Lieber Matthias, wir alle wünschen Dir von Herzen einen angenehmen „(Un-)Ruhestand“, schöne Zeiten mit Deiner Familie und bleib vor allem gesund!
Gemeinsam mit dem Gemeinderat, den Ortschaftsräten, den Kolleginnen und Kollegen der Verwaltung und der Einrichtungen, unseren Vereinen, Unternehmen, Genossenschaften, Kirchgemeinden, Institutionen und den vielen engagierten Menschen in Fraureuth werden wir alle auch weiterhin die kommenden Aufgaben sachlich, verlässlich und mit Augenmaß angehen.
Unsere Gemeinde verfügt über viele Stärken - eine sehr gute Infrastruktur, ein aktives Vereinsleben, engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie attraktive Ortsteile.
Gleichzeitig stehen wir aber vor großen Herausforderungen, nicht nur in Fraureuth. Dazu gehört insbesondere die extrem angespannte finanzielle Situation vieler Kommunen. Auch in Fraureuth werden die verfügbaren Mittel den steigenden Anforderungen und Kosten immer weniger gerecht.
Es bedarf einer auskömmlichen Finanzierung der zahlreichen Aufgaben, die den Kommunen in den letzten Jahren übertragen wurden. Auch der viel besprochene Bürokratieabbau darf keine leere Worthülse bleiben, sondern muss endlich spürbar umgesetzt werden. Die bundesweiten stark sinkenden Geburtenzahlen und deren Auswirkungen werden uns ebenso vor große Herausforderungen stellen. Oder ein weiterer Punkt, der auch viele von uns beschäftigt: Kommunen sollten bei Themen wie „Windkraft“ grundsätzlich weit mehr gesetzliche Möglichkeiten der Mitentscheidung eingeräumt bekommen als bisher. Diese Aufzählung lässt sich natürlich fortsetzen...
Man sollte Probleme daher offen sachlich benennen, nur so lassen sich doch Lösungen für die Zukunft finden. Da uns hier an der Basis in den Kommunen leider oft wenig Gestaltungsspielraum bleibt, sollte es uns stets um die Sache vor Ort gehen.
In den kommenden Jahren wird es umso wichtiger sein, Prioritäten zu setzen, Fördermöglichkeiten zu nutzen und die vorhandenen Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen. Es gilt stets sorgfältig abzuwägen, welche Projekte für die Entwicklung unserer Gemeinde besonders wichtig sind und wie wir diese im Rahmen unserer Möglichkeiten umsetzen können.
Auch in der Vergangenheit haben wir nie „über unsere Verhältnisse gelebt“, sondern haben die Aufgaben im Rahmen des Möglichen Stück für Stück bewältigt. Nicht jedes Problem lässt sich kurzfristig lösen. Es braucht daher eine realistische Einschätzung der Lage und pragmatische Lösungen – aber definitiv ebenso die Zuversicht, dass wir mit einem gemeinsamen Blick auf das Machbare auch in Zukunft vieles meistern werden!
Mein großer Dank gilt allen, die sich bereits in der Vergangenheit und heute für unsere Gemeinde einsetzen – in unseren Feuerwehren, sozialen Einrichtungen, Vereinen, Unternehmen oder im Ehrenamt.
Dieses Engagement ist ein wesentlicher Baustein für das Leben in Fraureuth und verdient unsere höchste Anerkennung.
Daran sieht man abermals, dass man gemeinsam auch in schwierigeren Zeiten vieles erreichen kann. Und das sollten wir engagiert tun, um Fraureuth bestmöglich weiterzuentwickeln.
Es grüßt Sie herzlichst,