Am 15. Juli 1926 war das erste Treffen von Freunden der Heimatgeschichte und es wurde die Gründung der Vereinigung für Fraureuther Ortsgeschichte beschlossen.
Max Becher wurde der erste Vorsitzende. 1927 hatte der Verein 26 und 1935 bereits 58 Mitglieder.
In der ersten Satzung, die im August 1926 beschlossen wurde, waren folgende Ziele formuliert: Pflege der Ortsgeschichte sowie der Heimatliebe und deutschen Geschichte. Diese Ziele sollten erreicht werden durch gegenseitige Förderung, durch Vorträge, durch Sammlung und Erhaltung örtlicher Altertümer.
Dazu wurde vom Verein der Heimatbote herausgegeben, der kirchliche und ortsgeschichtliche Gegebenheiten enthielt und somit wurde erstmalig in Fraureuth öffentlich Chronik geschrieben. Der Heimatbote erschien am 06. August 1932 erstmalig und dann quartalsweise bis zum Palmsonntag 1941.
Während des 2. Weltkrieges löste sich der Verein auf.
Als Ortschronist führte der Lehrer Albert Höhle von 1955 bis 1985 die Tätigkeit aus.
Weitere Ortschronisten waren Erich Neumerkel und Günther Pampel.
Herrn Günter Pampel ist auch die Aufarbeitung und Neuausgabe des Heimatboten in 6 Bänden zu verdanken. Der Heimatbote wurde bis 2000 fortgeschrieben.
Am 27. Mai 1988 trafen sich 7 Personen im Haus Lipezk (ehemaliger Ratskeller) zur Gründung der Interessengemeinschaft für Ortsgeschichte Fraureuth.
Dazu gehörten: Birgit Bachmann, Uwe Brödner, Helmut Möhring, Cornelia Friedrich, Jörg Jandausch, Bürgermeister Jürgen Flämig, und Ortschronist Erich Neumerkel.
Am 31. Mai 1991 wurde der Verein für Ortsgeschichte e.V. Fraureuth im Ratskeller Fraureuth wieder gegründet und eine Satzung angenommen. Zu dieser Zeit hatte der Verein 21 Mitglieder.
Wie auch in der ersten Satzung setzt sich der Verein für die Erforschung und Pflege der Geschichte und Gegenwart unseres Ortes ein. Dieser Zweck soll verwirklicht werden durch die Förderung der Heimatpflege, die Bearbeitung und Weiterführung der Ortschronik, die Organisation von öffentlichen Veranstaltungen, Wanderungen, etc.
Der Verein ist politisch und konfessionell neutral und ist selbstlos tätig.
Getreu der seit der Neugründung beschlossenen Satzung sowie deren Anpassungen werden jährlich mind. 4 Versammlungen durchgeführt.
Der Verein hat derzeit 29 Mitglieder.
Alljährlich im Frühjahr (April / Mai) wird eine Bildungsfahrt zur Erkundung und Kennenlernen unserer Heimat organisiert.
Im Herbst wird bei einer weiteren Ausfahrt, die mit eigenen PKW erfolgt, die nähere Heimat erkundet und Museen, Kirchen, Landschaftsgebiete besucht und sich über die Historie informiert.
Weiterhin finden neben den Versammlungen, in denen auch Gäste zu bestimmten verschiedenen Themen referieren, auch öffentliche Vorträge zur Heimatpflege (z.B. Geschichte, Natur, Technik) statt.
Es wurden Wanderungen im Werdauer Wald, aber auch im Vogtland und Erzgebirge durchgeführt.
Zu allen öffentlichen Veranstaltungen waren immer Einwohner des Ortes und Freunde des Ortes gern gesehen und nahmen mit Interesse daran teil.
Auch wenn die Vereinsarbeit in den Jahren 2020 und 2021 bedingt durch die Coronapandemie ausgebremst wurde, wollen wir als Verein die Vereinsarbeit in gewohnter Weise mit Ausflügen, einer Bildungsfahrt, öffentlichen Vorträgen u.ä. fortführen.
Wir würden uns freuen, wenn neue Mitglieder und Interessierte unsere Vereinsarbeit unterstützen und sich daran beteiligen.
Gern sind wir auch zu persönlichen Gesprächen über die Vereinsarbeit Ansprechpartner und freuen uns auf Ihr Interesse und Anregungen.
Zum Vorstand gehören Gisela Naumann Vorsitzende, Jürgen Werner Stellvertreter, Gabriele Kölz Schriftführer und Christine Gruber Kassenwart.
Am 10.10.2026 führt der Verein eine öffentliche Veranstaltung von 12.00 bis 17.00 Uhr im Herrenhaus zur Information der Bürger über unsere Tätigkeiten der letzten Jahre durch, so z.B. zeigen wir die Schautafel „Ehemalige Fraureuther Gaststätten“, Bilder der Informationstafeln „Lehrpfad Ortsgeschichte Fraureuth“, alte Informationsschriften, geben Hinweise zum Heimatboten in 6 Bänden.
Begleitet wird die Ausstellung vom Förderverein Fraureuther Porzellan e.V. zu 20 Jahre Porzellanmuseum sowie 160 Jahre Errichtung der Porzellanfabrik und einige Vereine werden auf dem Vorplatz zum Herrenhaus diverse Kulinarisches anbieten. Auch für die Kinder sind einige Überraschungen geplant.
Wir freuen uns auf einen regen Besuch dieser Veranstaltungen.