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Frohburger Nachrichten | Amtsblatt für die Stadt Frohburg mit ihren Ortsteilen
Ausgabe 9/2019
Stadt Frohburg
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Fortschreibung Stadtentwicklungskonzept „Frohburg 2020“ dringend erforderlich

Im Jahr 2004 hat der Stadtrat das Stadtentwicklungskonzept (SEK) „Frohburg 2020“ beschlossen. Obwohl dieses in den nächsten Jahren im Einzelfall, meist im Zusammenhang mit Fördermittelanträgen, präzisiert und ergänzt wurde, wurde es niemals insgesamt fortgeschrieben. Das SEK bezog ich damals vor allem auch auf das Stadtgebiet Frohburg und war Grundlage für das Handeln in den Städtebauförderprogrammen/-gebieten der Stadtsanierung und des Stadtumbaus in Frohburg. Wenn man die Inhalte des SEK „Frohburg 2020“ aus 2004 sieht, muss man erstaunt sein, dass die dort aufgeführten städtebaulichen Missstände in Frohburg eigentlich alle vorfristig vor 2020 beseitigt worden. Ausnahmen bleiben der Bahnhof, dass Herrenhaus im Rittergut und sehr wenige private Grundstücke im Stadtgebiet. D. h. jedoch nicht, dass es in Frohburg keinen Handlungsbedarf für die Stadtentwicklung mehr gibt. Neben den o. g. Grundstücken sind aber auch neue Problemstellungen, z. B. Leerstand Geschäfte und Ordnung in der Innenstadt Frohburg, hinzugekommen. Auch muss das private Vorhaben zur Neubebauung „Am Wyhrabogen“ erste einmal umgesetzt worden sein, um dies als Erfolg der Stadtentwicklung verbuchen zu können.

Die Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzepts für ganz Frohburg ist nach meiner Ansicht jedoch dringend erforderlich. Es wird nicht nur in verschiedensten Förderprogrammen immer wieder als Voraussetzung für die Fördermittelbeantragung und -bewilligung auf das Vorhandensein eines aktuellen „Integrierten Stadtentwicklungskonzepts“ (INSEK) verwiesen, mit einem Stadtentwicklungskonzept werden auch die wesentlichsten Ziele für das mittel- und langfristige kommunale Handeln und Vorhaben der Stadt abgesteckt. Ein INSEK muss nicht nur eine bedarfsorientierte Stadtentwicklung zum Ziel haben (z. B. Kindertagesstätten-, Schul- und Sportstättenbedarfs- und -entwicklungsplanung), sondern nach der Eingliederung von Eulatal und Kohren-Sahlis auch das gesamte Gebiet von Frohburg umfassen. Genauso sind aber auch Realitäten bei einer Stadtentwicklungsplanung zu beachten. Derartige Realitäten sind, dass dieses INSEK nicht ohne Einbeziehung externen Sachverstands und Hilfe vom Bürgermeister oder Stadtverwaltung erstellt werden kann. Zeit und Geld müssen nicht nur für die Erarbeitung eingeplant werden, für die Umsetzung der Ziele muss genauso ein realistischer Zeitraum formuliert werden. Um keine weitere Zeit zu verlieren, soll dem Stadtrat möglichst noch 2019 die Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzepts für ganz Frohburg vorgeschlagen werden. Es wäre im Sinne des Anliegens und unserer Stadt sowie des dann bevorstehenden 800jährigen Stadtjubiläum durchaus zielorientiert das neue Stadtentwicklungskonzept „Frohburg 2033“ zu benennen.