Durch die Kleingärten in Richtung Steingrundtal
Die Bahnbrücke mit dem Widerlager der früheren Kohlebahn
Ein gesponserter Stempelkasten am Waldfrieden wurde rege genutzt
Die Wanderfreunde unter dem spektakulärem „Schmetterling
Seit Amtsrichter Georg Friedrich Herrmann ein kleines Brunnenhäuschen auf die 1820 entdeckte Eisensulfat-Quelle setzen ließ, ging es mit Lausick richtig voran. Weitere Brunnen folgten und aus dem mausgrauen Städtchen Lausick wurde die weltbekannte Kurstadt Bad Lausick im Jahr 1913. Folgerichtig führte deshalb unsere Wandertour in weitem Bogen um die legendäre Herrmann-Quelle.
Der Start am Bahnhofspark mit öffentlicher Toilette und einem Trinkbrunnen ist ein guter Startort für Wanderungen. Los ging es, vorbei an der ehemaligen Gärtnerei und der Kleingartenanlage in Richtung Steingrundtal (die Bad Lausicker sagen meist Schamoniental). Im Tal fließt der Steingrundbach und wir durchschreiten den Viadukt in diesem lieblichen Tal, wo sich bis 1952 noch zwei Bahnstrecken querten. Kurz verweilt am Gedenkstein des ehemaligen „Verschönerungsvereines“ 1903 für seine Gönner, Herr und Frau Grosse, und einem Abstecher zum neu aufgebauten Eingangsportal des Stadtparkes, erreichen wir den „Froschbrunnen“.
Hier erfahren die Teilnehmer viele Details zum „Bad Lausicker Wanderschmetterling“, den Kurterrainwegen und zum Rundgang mit „Eleonore“, den Murmelbahnen und dem neuen Stempelheft, welches in der Touris-Information zu erwerben ist.
Auf dem Kurterrainweg, Baugebiet „Badspitzen“, und entlang des Baches wandern wir vorbei an Etzoldshain durch den Bahndamm, bis hoch auf den Geldberg. Ski und Rodel gut, so lautete bis Ende der Sechzigerjahre, als diese „Bergspitze“ noch als Wintersportzentrum galt, mit Rodelbahn, Sprungschanze, „Idiodenwiese“ und kleinen Abfahrtstrecken. Ja, heute ist es ruhig geworden um diesen „Flachlandgipfel“, den Geldberg.
Eine kurze Rast bei den roten Bänken und dem Stempelkasten, direkt am Bahndamm, deren frühere Trasse zum Wanderweg gestaltet wurde, zeigt, was für Kur und Freizeit möglich ist.
Am Sportplatz hat uns die Kurstadt wieder und nun geht es in Richtung Kurpark, vorbei an der Bläserphilharmonie zum Schmetterling und dem Herrmannbrunnen, welcher ja unserer Runde den Namen gab. Über den Weinberg und das Kneipp-Becken, jeweils mit Stempelkasten, ging es zum Riff und zurück zum Bahnhof. Am ehemaligen Bahnhofsgebäude, heute Gaststätte „Poseidon“, schließt sich diese interessante Runde, wenn auch noch die Bahn pünktlich fahren würde. Ein perfekter Tag. Wir werden wiederkommen.
Leider wurden schon einige Hauptwegweiser am Bahnhof zerstört. Wer macht so etwas?