- Friedenslicht aus Bethlehem in der Ortschaft Gompitz -
Auch in diesem Jahr zeigt die Aktion mit Aussendung des Friedenslichts aus Bethlehem ein leuchtendes Zeichen der Verbundenheit, dieses Jahr gleich mit sieben bezeichnenden Slogans:
- Ein Funke Mut -
„-ein Leben in Frieden“
„-kleine Gesten machen den Unterschied“
„-eine Flamme für die Demokratie“
„-gezeigte Zivilcourage“
„-ein Versprechen für die Zukunft“
„-ein Leuchten in der Dunkelheit“
Es ist 16:30 Uhr am Freitagnachmittag des 19. Dezembers 2025, als die Dämmerung über dem Dresdner Westen einsetzt und in naher Ferne noch Sirenen der Feuerwehr zu hören sind. Während der Berufsverkehr auf den umliegenden Straßen noch rollt, kehrt im Hof der Stadtteilfeuerwehr Gompitz eine besondere Ruhe ein. Hier hat die Stadtteilfeuerwehr Gompitz zur feierlichen Wintersonnenwende mit Aussendung des Friedenslichts geladen – ein Termin, der für viele Gompitzer weit mehr als nur ein geselliges Beisammensein markiert. Festliche Klänge und eine Botschaft der Hoffnung unmittelbar vor Weihnachten.
Der Hof hat sich in einen stimmungsvollen Begegnungsort verwandelt. Den musikalischen Auftakt gestaltet der Weistropper Posaunenchor. Die festlichen Bläserklänge bilden den akustischen Rahmen für den besinnlichsten Moment des Nachmittags. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem besonderen Motto „Ein Funke Mut“. Es ist ein Aufruf, trotz globaler Unsicherheiten für den Frieden einzustehen und durch kleine Gesten der Solidarität Hoffnung zu verbreiten. Die kleine Flamme, die ursprünglich vom ORF in Bethlehem entzündet wurde, erreichte über den Stadtfeuerwehrverband Dresden, welcher jährlich das Friedenslicht aus Österreich nach Dresden holt, die Gompitzer Kameradinnen und Kameraden als Symbol für genau diesen Mut.
Feuerwehr bedeutet von Hand zu Hand: Solidarität in der Ortschaft Gompitz
Zahlreiche Besucher sind wieder mit eigenen Laternen gekommen, um diesen „Funken“ an der großen Laterne zu entzünden. Die Kameraden der Feuerwehr und Mitglieder des Vereins halfen dabei, das Licht sicher weiterzugeben. Es war ein stilles, aber kraftvolles Bild: Die Flamme wanderte von Hand zu Hand und schließlich hinaus in die Wohnzimmer der Ortschaft. „Es geht darum, in schwierigen Zeiten nicht den Mut zu verlieren“, so ein Besucher. „Dieses Licht erinnert uns daran, dass jeder Einzelne einen kleinen Beitrag zum Frieden leisten kann.“
Viele Kinder bastelten weihnachtliche Schmuckstücke für den Baum zu Hause und gegen Abend, als die letzten Töne der Posaunen verklingen, blieben die Lichter der Besucher als leuchtende Punkte in den Gompitzer Straßen zurück. Die Wintersonnenwende markiert astronomisch das Ende der zunehmenden Dunkelheit. In Gompitz wurde dieser Wendepunkt mit einer klaren Botschaft gefeiert. Es braucht oft nur einen kleinen Funken Mut, um die Nacht ein Stück heller zu machen.
Dass dieser „Funke Mut“ in Gompitz so hell leuchten kann, liegt nicht zuletzt am unermüdlichen Einsatz der Kameraden an 365 Tagen im Jahr, 7 Tagen in der Woche und 24 Stunden am Tag. Vielen Dank an alle Kameradinnen und Kameraden für Euren unermüdlichen Einsatz. Wir möchten dabei erwähnen, dass die gesamte Veranstaltung – wie bereits in den Vorjahren – komplett ohne Fördermittel gestemmt wird. Während die wenigen Mittel der Ortschaft nur noch für einzelne kulturelle Angebote der Ortschaft verwendet werden sollen, verlässt sich die Stadtteilfeuerwehr ganz auf das eigene Engagement und die Unterstützung der Gemeinschaft. Die Ausrichtung erfolgte rein durch die ehrenamtliche Arbeit der rund 30 Helfer. Insbesondere vielen Dank für die tolle Unterstützung zur Wintersonnenwendfeier diesmal an Gartenbau Bunk, die Gärtnerei Geißler, Graphiti Werbung, Baugeschäft Kaltschmidt und die Irmer GbR.
„Kleine Gesten machen den Unterschied“
Ein Wendepunkt traf uns bereits mit Ankündigung durch den Ortschaftsrat Gompitz im Dezember 2025 und durch den Ortschaftsratsbeschluss im Januar 2026. Der Ortschaftsrat Gompitz hat mit seinem Beschluss zur vollständigen Streichung der institutionellen Förderung einen tiefgreifenden Einschnitt für die Feuerwehren in Gompitz und Ockerwitz gesetzt. Nachdem die Pauschale bereits im vergangenen Jahr von 15 auf 5 Euro pro Mitglied reduziert wurde, entfällt sie nun vollständig. Damit wird ein etabliertes und verlässliches System ersetzt, das bislang die kontinuierliche Arbeit der Feuerwehren angemessen unterstützt hat. Die bisherigen Pro-Kopf-Zuschüsse bildeten eine faire Grundlage: Eine starke Mitgliederbasis bedeutete eine stabile Förderung und spiegelte die Wertschätzung für Jugendarbeit, Ausbildung und Einsatzbereitschaft wider. Im neuen Modell der reinen Projektförderung spielt diese Strukturstärke keine Rolle mehr. Mehr Mitglieder bedeuten zwar höheren Aufwand bei Ausbildung, Organisation und Versorgung – jedoch ohne entsprechende finanzielle Deckung!