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Ortsnachrichten Gompitz - Altfranken - Mobschatz
Ausgabe 10/2026
Nachrichten aus Gompitz
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Die Schulzenmühle an der Zschone

 

Es ist soweit! Das Buch von Werner Schulze und Werner Zimmermann liegt gedruckt vor und viele Interessenten haben es bereits erworben.

Ohne zu viel zu verraten, ein kurzer historischer Abriss: Die Schulzenmühle nahe Steinbach wurde erstmals 1540 als Steinbacher Mühle erwähnt. Möglicherweise gehörte die Mühle zu dem vor 1566 wüst gefallenen Dorf Zschon, von dem sich der Name des Grundes ableitet. 1568 wurde die Mühle urkundlich nachgewiesen. Am Hauptgebäude befindet sich eine Inschrift von 1719, die Georg Pietzsch als Besitzer nennt. 1860 gelangte die Mühle in den Besitz der namensgebenden Familie Schulze. Zu diesem Zeitpunkt bildeten neben dem Mahlwesen die Brotbäckerei, Landwirtschaft, Branntweinbrennerei und die sich entwickelnde Gaststätte die weiteren wirtschaftlichen Standbeine des Anwesens. Die Mühle entwickelte sich in den kommenden Jahren zunehmend zu einer Ausflugsgaststätte. 1927 wurde der Mahlbetrieb eingestellt. 1979 begann die Familie Schulze mit der schrittweisen Modernisierung der Gebäudesubstanz und die Mühle mit einem terrassierten Biergarten entwickelte sich zu einem geschätzten Ausflugsziel für Spaziergänger und Wanderer.

Das Buch beinhaltet u.a. Erdgeschichtliches über den Zschonergrund, die Menschen die in diesem Gebiet lebten, über Flora und Fauna und seine Bedeutung als kurfürstliches Jagdrevier sowie die spätere Nutzung als Weideland, die Errichtung von Weinbergen oder die Anlage von Obstplantagen und zahlreichen Gärtnereien. Wir erfahren etwas über Sagen und Legenden vom Zschonergrund, von Wanderwegen und heimatkundlichen Lehrpfaden im Landschaftsschutzgebiet.

Und schließlich über die Mühlen an der Wilden Zschone.

Die Geschichte der heutigen Schulzenmühle nimmt dabei einen besonders umfangreichen und hochinteressanten Teil ein. Der jetzige Besitzer, Herr Werner Schulze, konnte aus umfangreichen Hinterlassenschaften seiner Vorfahren schöpfen.

Das ganze Buch ist überaus reich bebildert. Viele Einwohner unserer Ortschaften haben mit zahlreichen Fotos und anderen Unterlagen und Beiträgen zum Gelingen dieses heimatgeschichtlich so wertvollen Buches beigetragen.

Herr Werner Zimmermann fasst das mit den Worten zusammen:

“Heimatschutz beginnt vor Ort, wo die Menschen leben und wirken.“

Am 17. November 2026 um 19 Uhr werden die beiden Verfasser in der Bibliothek Gompitz über ihr Buch berichten und sicher auch noch viele weitere Fragen beantworten.

Es besteht ebenso die Möglichkeit, einige Exemplare des Buches noch käuflich zu erwerben.

R. Weisbach
bibliothek-gompitz@t-online.de Altnossener Str. 46 A, 01156 Dresden