„Das Internet ist für uns alle Neuland“. Diesen Satz prägte einst Angela Merkel, die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin. Das war im Jahr 2013. Dreizehn Jahre später müssen wir allerdings feststellen, dass noch immer viele Bereiche unserer Ortschaft in der digitalen Urzeit verharren. Die uns vor sechs Jahren zugesagten Breitbandausbaumaßnahmen lassen vielerorts auf sich warten. An einigen Straßenecken schauen „blinde“ Kabel aus dem Pflaster oder Straßengraben. Einige Hauseigentümer haben sich deshalb bereits umorientiert. Natürlich ist diese Situation völlig unbefriedigend und inakzeptabel. Der Ortschaftsrat nimmt dies einmal mehr zum Anlass, das ausbauende Telekommunikationsunternehmen, die Vodafone GmbH, einzuladen. Im Rahmen der kommenden Sitzung des Ortschaftsrates am 7. Mai 2026 werden neben Vodafone auch Vertreter des Amtes für Wirtschaftsförderung anwesend sein, um der gemeinsamen Diskussion zur Verfügung zu stehen. Es geht uns nicht darum, aufgebautem Frust ein Ventil zu geben. Vielmehr besteht unsere Aufgabe darin, klar und deutlich die Interessen der Anschlussnehmer auszusprechen und auf eine baldige Realisierung zu drängen. Denn mittlerweile darf eine leistungsfähige Internetverbindung kein Neuland mehr sein, sondern faktisch gehört sie zu einer zeitgemäßen Infrastrukturausstattung für Wohnimmobilien und Gewerbe. Die umliegenden Gemeinden Klipphausen und Wilsdruff haben diesbezüglich gegenüber den Randlagen der Landhauptstadt Dresden einen echten Wettbewerbsvorteil. Dazu kann man gratulieren. Man kann aber auch den Druck erhöhen, um aufzuholen. Dies ist unser Ansatz.
Ich möchte im Rahmen dieses Artikels die Gelegenheit nutzen und auf ein ganz anderes Thema hinweisen: die Jagd. Insbesondere in den zurückliegenden Wintermonaten waren wieder vielerlei Wildschäden auf Wiesen und Wegen zu verzeichnen, die Wanderer und Flächeneigentümer ärgern. Die Population des Schwarzwildes fand in den letzten Jahren gute Bedingungen vor, um sich zahlreich zu vermehren. Die Anzahl der Tiere auf unseren Fluren ist nicht bezifferbar – die Anzahl der erlegten Wildtiere hingegen schon. Im Zeitraum zwischen dem 1. April 2025 und dem 31. März 2026 wurden im Jagdbogen 8, der unseren gesamten Ortschaftsbereich umfasst, 38 Stück Schwarzwild und 14 Stück Rehwild erlegt. Erfreulich ist darüber hinaus die Darstellung der Jägerschaft, dass die Populationen des Raubwildes (Fuchs, Dachs, Marder, Marderhund, Waschbär) zurückgegangen zu sein scheint. Waren es in 2024/25 noch 96 zur Strecke gebrachte Stück Raubwild, konnten in diesem Jagdjahr lediglich 35 Stück verzeichnet werden. Insbesondere die Waschbären sind im Jagdjahr 2025/2026 stark zurückgegangen und scheinen etwas zurückgedrängt worden zu sein. Im Namen aller Anwohnerinnen und Anwohnern sei der Jägerschaft ein herzliches Dankeschön für Ihre Arbeit ausgesprochen. Sie hegen und pflegen unsere Kulturlandschaft bei Tag und auch bei Nacht. Nur in der kontinuierlichen Bejagung kann ein Ausgleich zwischen Mensch und Wildtier gefunden werden.
In der Mai-Sitzung des Ortschaftsrates werden wir uns außerdem mit gestellten Fördermittelanträgen beschäftigen. Derzeit verfügen wir noch immer über ein stark gekürztes Budget. Es ist dennoch unser Wille, die Antragsteller auskömmlich zu unterstützen möglichst viele Aktivitäten zu ermöglichen.
Es grüßt Sie herzlich,