Am Samstag, dem 28. März 2026 war es in diesem Jahr wieder soweit. Von vielen Stellen unserer Heimat aus zogen fleißige Helfer, ausgerüstet mit Handschuhen, Greifern und vor allem zahlreichen roten Müllsäcken durch die Natur. Bereits im Vorfeld wurde, verbunden mit einer wieder erstklassischen Organisation der Verwaltung unserer Ortschaften im Dresdner Westen, zu dieser beliebten Aktion aufgerufen. So wurde das notwendige Equipment ausgeteilt und dann hieß es wieder: "An die Säcke, fertig? Los!"
Wir machten uns bei herrlichstem Sonnenschein um 09:00 Uhr mit insgesamt sieben Helferinnen und Helfern vom Spielplatz Podemus aus auf den Weg. Tatkräftige Unterstützung erhielten wir dabei auch von zwei sehr motivierten Jugendlichen und einer Betreuerin aus der in Podemus ansässigen Intensivpädagogischen Wohngruppe der NE-Natürliches Erleben Jugendhilfe gGmbH.
Auf Grund der fleißigen Hände der letzten jährlichen Aktionen und weil sich tatsächlich auch die vielen Besucher unserer Wanderwege an die eigentlich selbstverständliche Regel: "Nimm' nichts mit außer Eindrücke - Lass' nichts da außer Fußabdrücke." gehalten haben, befand sich der Pennricher Weg in sehr gutem Zustand was das Thema Vermüllung anbelangte. Im Vorfeld hatten wir aber festgestellt, dass es sich in diesem Sinne "lohnen" würde im Bereich des oberen Ursprungs des Lotzebachs, welcher hier bekannterweise noch ein kleines Rinnsal ist, tätig zu werden.
Gesagt, getan und wir machten uns über die Straße "Zum Schwarm" auf den Weg. Bereits hier konnten wir einige Reste aufsammeln, die sowohl der Wind als auch der Verkehr angetragen hatten.
Der größte Schwerpunkt lag aber im gesamten Bereich des Landschaftsschutzgebietes und unter der Brücke der BAB 4. Hier hatten wir sprichwörtlich alle Hände voll zu tun. Es ist kaum vorstellbar was sich, vermutlich durch den Einfluss des Verkehrsträgers Autobahn, so im Untergrund ansammelt. Es bleibt natürlich trotzdem fraglich, wie mehrere Schuhe, vor allem paarweise ihren Weg ohne Absicht dorthin gefunden haben sollen? Das gleiche gilt für Spraydosen, Plastik- und Glasflaschen sowie alte Reifen, Fässer und Gummiteile. Obwohl man sämtlichen Müll werktags kostengünstig bei den kommunalen Entsorgern und Wertstoffhöfen abgeben kann, scheinen solche Orte wie hier unter der riesigen Autobahnbrücke, manche Menschen zur unrechtmäßigen Ablagerung zu animieren. Schade.
Wir haben jedenfalls auch dort zahlreiche Säcke gefüllt und somit ein Stückchen Heimat noch besser gemacht. Gestärkt von dieser Eigenmotivation machten wir uns daraufhin zur Abschlusskontrolle über den Pennricher Weg und durch den Zschoner Grund zum Bauhof Gompitz. Auch dieser Weg war nicht vergebens, es fanden sich dennoch einige Dinge für unsere roten Säcke. Den Abschluss fand die Aktion dann bei einer verdienten Stärkung, organisiert durch die Verwaltung Gompitz. Vielen Dank dafür. Dann bis zum nächsten Jahr, natürlich freuen wir uns schon darauf, wir sind aber auch nicht traurig, wenn die nächsten roten Säcke nicht mehr voll werden.