viele von uns bewegt das Thema Breitbandausbau. Vor über sechs Jahren schlossen viele Anwohnerinnen und Anwohner einen Vertrag mit dem Telekommunikationsunternehmen Vodafone und hofften auf baldige Verbesserung ihres Anschlusses. Bis heute bleibt uns diese Hoffnung. In seiner Sitzung am 7. Mai 2026 diskutierte der Ortschaftsrat die Situation mit Vodafone und dem zuständigen Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden. Im Ergebnis stellte Vodafone dar, dass das gesamte Ausbauprojekt in 2027 fertiggestellt werden muss. Anderenfalls würden die genutzten Bundesfördermittel verfallen. Sollten einzelne Anschlüsse bis dahin noch immer nicht ausgebaut sein, gilt dennoch weiterhin die Ausbauzusage. Insbesondere in diesem Jahr soll der Tiefbau in Richtung Rennersdorf weiter fortgesetzt und verbleibende unerschlossene Lücken geschlossen werden. Der Ortschaftsrat wies insbesondere darauf hin, dass die kommunale Straßen- und Wegeinfrastruktur unter den Baumaßnahmen nicht in Mitleidenschaft gezogen werden darf und Baumaßnahmen rechtzeitig angekündigt und fachgerecht abgesichert werden müssen. Vodafone hoffte auf gute Baubedingungen und keine weiteren „bösen Überraschungen“ im Untergrund, welche laut dem Unternehmen ein Grund für die massiven Verzögerungen sind.
Außerdem beschäftigten wir uns mit den zahlreich vorliegenden Fördermittelanträgen unserer Vereine und Vereinigungen. Aufgrund der sehr begrenzten Finanzmittel in diesem Jahr mussten wir leider an einigen Stellen kürzen und konnten bis jetzt nicht jede Erwartung erfüllen. Natürlich sorgt das für Enttäuschung. Mit den gekürzten Ansätzen ging der Ortschaftsrat jedoch bereits jetzt – im Mai – an seine absolute Leistungsgrenze. Hintergrund dieses Umstandes ist, dass sich der Stadtrat bisher nicht auf einen Nachtragshaushalt einigen konnte. Auf dem Tisch lag ein Vorschlag, wie die Stadt sparen und trotzdem seine Stadtbezirke und Ortschaften mit bescheidenen Mitteln hätte ausstatten können. Dieser Kompromiss war leider im Stadtrat nicht mehrheitsfähig, sodass wir weiterhin mit keinen zusätzlichen Mitteln rechnen können. Unser Budget beschränkt sich damit auf ca. 8.900 Euro für das gesamte Jahr 2026. Fakt ist, dass wir damit unsere Aufgaben als Ortschaftsrat nicht vollumfänglich wahrnehmen können. Daraus mache ich kein Geheimnis. Ich verbinde damit aber keine Klage, die zum Anlass genommen werden könnte, die Ortschaften als solche in Frage zu stellen. Gerade jetzt gilt es, mit Kreativität und Mut weiterzumachen und Wege zu finden, wie es trotzdem gehen kann. Dies müssen wir in den kommenden Monaten und möglicherweise auch Jahren unter Beweis stellen.
Bezüglich unseres Ortsentwicklungskonzeptes möchte ich noch eine Information geben. Wir waren zum Jahresanfang optimistisch, dass wir noch vor den Sommerferien zwei Einwohnerversammlungen durchführen können, um die Bürgerschaft ausführlich in die Diskussionen um die Konzeption für unsere Dörfer einzubeziehen. Leider hat der Bauausschuss das Dokument bis heute nicht behandelt und damit den Weg für die Anwohnerbeteiligung bislang noch nicht frei gemacht. Wir halten Sie gern auf dem Laufenden, wie es hier weitergeht.
Es grüßt Sie herzlich