seit 1999 gehören unsere Dörfer zur Landeshauptstadt Dresden. Vor und nach der Eingemeindung erlebten wir Höhen und Tiefen. Als Teil der großen Landeshauptstadt führen wir kein Eigenleben, sondern sind von den Entscheidungen des Stadtrates und der Leistungsfähigkeit der großen Stadtverwaltung abhängig. Das muss nicht immer schlecht sein. Schließlich sind viele Maßnahmen überhaupt erst möglich geworden, weil wir zu Dresden gehören. Ich denke hier etwa an die komplexe Sanierung der Podemuser Hauptstraße oder den Bau der neuen Feuerwehr in Merbitz. Die Geschichte von Wohl und Wehe der Ortschaft Mobschatz erhält derzeit jedoch ein neues Kapitel, das in diesem Ausmaß bisher noch nicht bekannt war. Der Stadtrat einigte sich bis heute weder auf einen Nachtragshaushalt, also konkrete Sparvorschläge bei gleichzeitiger Öffnung verschiedener Förder- und Investitionsbudgets, noch ist der Weg für den kommenden Stadthaushalt für die Jahre 2027/2028 frei. An den Finanzen scheiden sich bekanntlich die Geister, das ist kein Geheimnis. Überraschend ist aber schon, wie tief die Gräben in der Dresdner Kommunalpolitik mittlerweile sind, dass ein Kompromiss in der Sache derart weit entfernt zu sein scheint. In demokratisch gewählten Gremien zählen Mehrheiten. Die Leistungsfähigkeit unseres Stadtparlaments bemisst genau daran. Natürlich sind Sparentscheidungen unpopulär. Natürlich gewinnt man damit keinen Blumentopf. Gewählt sind die Stadträte aber genau dafür: solche Entscheidungen zu treffen. Ich möchte keine altklugen Ratschläge verteilen – davon wird es bereits genug geben. Aber der Stadtrat hat als höchstes gewähltes Gremium dieser Stadt eine Vorbildrolle für unsere Stadtgesellschaft einzunehmen. Diese muss er wahrnehmen, damit zumindest die unbedingt nötigen Maßnahmen gestartet werden können. Dabei geht es in erster Linie nicht um Springbrunnen oder „Schönwetter-Projekte“, sondern um die grundlegendsten Aufgaben einer Kommune: Straßensanierung, die Unterhaltung von Kitas und Schulen sowie Ordnung und Sauberkeit im öffentlichen Raum.
Auch die Handlungsfähigkeit des Ortschaftsrates hängt von der Kompromissfähigkeit des Stadtrates ab. Glücklicherweise profitieren wir derzeit noch von unseren Investitionen aus vergangenen Jahren. So konnten unlängst zwei Straßenlaternen in Merbitz neu errichtet sowie sechs Laternen in Brabschütz umgebaut und saniert werden. Die Kosten hierfür trug weitestgehend der Ortschaftsrat. Auch die Sanierungsarbeiten im Dorfklub schreiten voran – auch wenn die Arbeiten leider hinter dem Zeitplan liegen. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis, dass der Dorfklub derzeit nur mit Einschränkungen genutzt werden kann. Der Aufwand wird sich aber in absehbarer Zeit lohnen!
Unsere nächste Sitzung des Ortschaftsrates Mobschatz wird am 2. Juli 2026 im „Silbertal Bistro“ (ehemaliger Gasthof Rennersdorf) stattfinden. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und interessante Diskussionen.
Es grüßt Sie herzlich