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Amtsblatt für das Amt Schradenland
Ausgabe 6/2026
Nichtamtliche Bekanntmachungen
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Informationen aus dem Pfarrbereich

 

Die nächsten Gottesdienste finden wie folgt statt:

Posaunenchor im Wechsel zwischen Plessa (gerade KW) und Hirschfeld (ungerade KW) jeden Montag 19:30 Uhr

Abkürzungen

AM Gottesdienst mit Abendmahl

GMZ evang. Gemeindezentrum

PH Gemeinderaum im Pfarrhaus

verwendete Namenskürzel

JGr Jörg Groß, ordinierter Prädikant

AHe Almuth Heinze, Gemeindepädagogin

HJHe Hans-Jörg Heinze, Pfarrer

Tm Team

Informationen aus dem Pfarramt

Ansprechpartner in allen Fragen des Gemeindelebens ist Herr Pfarrer Hans-Jörg Heinze, ihn können Sie im Pfarrhaus in Hirschfeld erreichen oder per Telefon Tel.-Nr. 644079 bzw. 0175 8037980. Nutzen Sie auch den Anrufbeantworter, falls Herr Pfarrer Heinze in den Gemeinden unterwegs ist. Er ruft zurück. Auch unter der E-Mailadresse pfarramthirschfeld@gmail.com erreichen Sie Pfarrer Heinze.

Grußworte von Pfarrer Hans-Jörg Heinze

Der Monatsspruch für den Juni 2026 lautet:

„Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib!“

(Hebräer 13,3 (E))

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn hier von Gefangenen gesprochen wird, dann geht es um Christen, die aufgrund von Verfolgung gefangen sind. Christenverfolgung mit Gefangenschaft kennen wir hierzulande nicht. Gott sei Dank! Gleichzeitig sind Christen weltweit oft der Verfolgung ausgesetzt, auch mit Todesfolgen. Open Doors, ein internationales überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das sich für verfolgte Christen einsetzt, gibt ständig Bericht darüber.

Doch nicht nur Christen werden weltweit verfolgt und gefangen genommen. Viele Menschen werden aufgrund ihrer Herkunft, ethnischen Zugehörigkeit, Religion, politischen Meinungen oder aus geschlechtsspezifischen Gründen auf der ganzen Welt verfolgt und eingesperrt, auch getötet. Außerdem sind die Haftbedingungen in vielen Ländern der Erde einfach menschenunwürdig. Was folgt daraus für uns? An einem Beispiel möchte ich es kurz erläutern:

Ein alter Mann und ein Junge sitzen an einem Brunnen in einer trockenen Gegend ohne ein Gefäß zum Wasserschöpfen. Als ein Fremder vorbeikommt, um sich zu erfrischen, zieht er unter seinem Gepäck einen Eimer zum Schöpfen hervor, als er aber den alten Mann mit dem Kind wahrnimmt, verstaut er ihn fix wieder und entfernt sich eilend. Der Junge fragt den Alten. „Was war das für ein Mensch?“ Er erhält zur Antwort: „Das war ein schlechter Mensch.“ Wenig später kommt ein anderer daher. Er nimmt seinen Eimer, um Wasser zu schöpfen und gibt auch dem Alten und dem Jungen zu trinken. Den Rest des Wassers gießt er weg und nimmt seinen Schöpfeimer wieder mit. Wieder fragt der Junge. „Was war das für ein Mensch?“ Er antwortet ihm: „Auch das war kein guter Mensch.“ Als ein weiterer Mensch zum Brunnen kommt, schöpft dieser mit seinem Schöpfgefäß das Brunnenwasser, gibt auch dem Jungen und dem Alten, bedankt sich und lässt das Schöpfgefäß zurück, damit der Alte und der Junge weiterhin Wasser schöpfen können. Nun fragt wieder der Junge: „Was war das für ein Mensch?“ Die Antwort des Alten: „Ein guter Mensch, hilfreich und selbstlos, die Not des Anderen sehend.“

Manchmal sind wir es, die gefangen sind in unserem begrenzten Handeln. Machen wir uns frei. Neben Open Doors macht sich die internationale Nichtregierungsorganisation Amnesty International stark für die Würde des Menschen unter Haftbedingungen, ohne Ansehen der Person und Grund der Inhaftierung. Wir haben die Möglichkeit, diese oder auch andere Organisationen zu unterstützen. Und wir haben die Möglichkeit, für die Gefangenen und deren Peiniger zu beten. Fangen wir heute damit an! Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib!

Bleiben Sie behütet.

Pfarrer Hans-Jörg Heinze
und die Gemeindekirchenräte Gröden, Hirschfeld und Großthiemig