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Amtsblatt Stadt Groitzsch
Ausgabe 5/2026
Stadt Groitzsch
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Neues von unseren Störchen

Einer der Groitzscher Altvögel bei der Futtersuche in den Schnaudertrebnitzer Wiesen.

Die Großstolpener Weißstörche sind noch mit dem Brutgeschäft beschäftigt.  Fotos: Olaf Becher

Die ersten Küken sind geschlüpft

Während die ersten Weißstörche bereits Mitte Februar in unsere Region zurückkehrten, trafen die letzten Adebare erst Ende April auf den noch freien Horsten ein. Zuletzt nahmen Paare die Nester in Brösen, in der Pegauer Bahnhofstraße (Arche) und der ehemaligen Ziegelei Erbs in Besitz. Auch in Nöthnitz hat sich wieder ein Storchenpaar angesiedelt. Somit sind alle angestammten Horste unserer Elsterregion erneut komplett besetzt. Man kann davon ausgehen, dass diese Großvögel zu den Ostziehern zählen, welche den langen Weg von Afrika über den Bosporus und Osteuropa hinter sich haben. Die Westzieher hatten da zu Redaktionsschluss dieser Amtsblattausgabe (6.5.) bereits ausgebrütet oder standen kurz davor. In den Nestern von Groitzsch und Saasdorf konnten wir schon kleine Jungstörche erkennen. Hier haben die Altstörche nun ununterbrochen zu tun, genügend Futter für den Nachwuchs herzuschaffen. Anfangs besteht die Nahrung der Küken überwiegend aus Würmern und Insekten, später dann aus Mäusen, Schlangen, Eidechsen, Fischen oder Fröschen. Beispielsweise benötigt ein etwa 4 Wochen alter Jungstorch knapp 1400 Gramm Futter am Tag. Anhand der Kennringe können wir auch wieder über Sichtungen zweier bei uns geschlüpfte Störche berichten. So brütet erneut ein im Jahr 2019 in Groitzsch geschlüpfter Adebar in Kleindalzig, der hier bereits seit 2022 regelmäßig anwesend ist. Ein im Jahr 2023 in Saasdorf ausgeflogener Jungstorch wurde nun in Püchau (Machern) abgelesen, als er auf dem dortigen Nest des Gärtnereischornsteins stand.

Olaf Becher