Noch sind die zwei kleinen Jungstörche im Groitzscher Nest schwer zu entdecken.
Gut behütet wachsen im Saasdorfer Nest ebenfalls zwei Jungstörche heran. Fotos: Olaf Becher
Bis Ende Mai konnten fast alle Storchenpaare unserer Region ihr Brutgeschäft beenden und nun sind die Großvögel in den nächsten Wochen mit der Aufzucht ihres Nachwuchses gefordert. Bis zum Redaktionsschlusses dieser Amtsblattausgabe (04.06) konnten wir Aufgrund der unterschiedlichen Entwicklungsgröße noch nicht in allen Nestern die genaue Anzahl der Jungstörche ermitteln. Während im Groitzscher und Saasdorfer Nest die jeweils beiden Adebare schon für kurze Zeit von den Eltern allein gelassen werden, war in den anderen Horsten noch kein aufschlussreicher Einblick aus der Ferne möglich. Leider gibt es aber auch zwei Totalausfälle zu vermelden. Das Storchenpaar im Horst der Arche in der Pegauer Bahnhofstraße hatte Anfang Mai ihr Gelege aufgeben, ebenso wie das Paar in Nöthnitz. Eine Ursache hierfür ist nicht bekannt und kann viele verschiedene Gründe haben. Bleibt zu hoffen, dass sich die restlichen Jungstörche mit einer positiven Wetterlage und entsprechendem Nahrungsangebot gut entwickeln. Aus gegebenem Anlass müssen wir aber nochmals auf die Einhaltung des Feuerwerksverbots im Umkreis von 1000 Metern um die Storchenhorste hinweisen. Jegliche Störung der Weißstörche kann zu einem Verlust der Jungtiere führen und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die laut dem sächsischen Umweltministerium mit Strafen bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann. Über die Kennringe gibt es auch wieder Rückmeldungen von Weißstörchen, welche in unserer Region geschlüpft sind. Über einen Groitzscher Rotschnabel aus dem Jahr 2008 existiert bei der Beringungszentrale in Hiddensee schon eine lange Akte. Fast jedes Jahr wurde sein Ring abgelesen. Derzeit brütet der Vogel bereits zum 15. Mal in Calbe (Saale) im Salzlandkreis. Ein Jungstorch aus dem Jahr 2024 vom Nest in Kleinprießligk hat sich im April mit einem Partner/Partnerin auf dem Horst der Bornaer Wyhraaue niedergelassen. Für ihn dürfte es der erste Brutversuch sein. Außerdem gibt es eine Meldung über einen Saasdorfer Jungstorch aus dem Jahr 2022. Er hält sich derzeit in Ödernitz bei Görlitz auf.