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Amtsblatt Stadt Groitzsch
Ausgabe 8/2026
Wissenswertes
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​​​​​​​Liebe Bürgerinnen und Bürger,

auch wenn wir uns jetzt noch inmitten des Sommers befinden, richtet sich unser Blick schon verstärkt auf das Jahresende. Insbesondere laufen schon seit längerem die organisatorischen Vorbereitungen auf die Weihnachtszeit. Vieles will heute schon geplant sein, soll zum wichtigsten Fest des Jahres alles reibungslos laufen. Dies betrifft in diesem Jahr insbesondere unsere traditionelle Seniorenweihnachtsfeier. Mit Eröffnung des Volkshauses ergeben sich für diese Veranstaltung ganz neue Möglichkeiten. So findet am 2. Dezember die Weihnachtsfeier für die Groitzscher und Audigaster Seniorinnen und Senioren statt. Am darauffolgenden 3. Dezember sind die Auligker, Berndorfer und Großstolpener Rentner eingeladen. Für diese wird ein entsprechender Bustransfer eingerichtet. Die kulturelle Umrahmung ist an beiden Tagen identisch. Die beiden Veranstaltungen werden durch den Bürgermeister eröffnet, musikalisch umrahmt und moderiert. Zuerst durch den Chor des Wiprecht-Gymnasiums, danach wird der bekannte Schlagersänger Uwe Jensen ein weihnachtliches Programm vortragen und für professionelle Unterhaltung sorgen. Für das leibliche Wohl der Gäste wird auch gesorgt. So gibt es wieder zum Stollen der Bäckerei Scheibner Kaffee oder andere alkoholfreie Getränke. Zum Abendbrot kann sich jeder Gast vom Buffet bedienen. Für die oben genannten Aufwände erhebt die Stadt Groitzsch erstmalig einen Obolus von 10 Euro pro Person. Dafür ist alles, außer alkoholische Getränke, unentgeltlich. Der Beitrag soll einen Teil der Aufwendungen kompensieren und durch den Vorverkauf der Karten eine Übersicht geben, wie viel Gäste zu erwarten sind. Dies ist für die Planung unentbehrlich. Die Karten sind ab dem 01.09.2026 in der Filiale der Event-Factory in der Bahnhofstraße 19 erhältlich. Bitte beachten Sie, dass nur ein Vorverkauf der Karten möglich ist und an den Veranstaltungstagen keine Karten mehr verkauft werden können.

Hinsichtlich der geplanten Ortsumgehung der S 65 über das Kalte Feld gibt es immer mal wieder Informationen durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) und damit Fortschritte im Verfahren (siehe Wissenswertes April 2026). Leider trifft dies jedoch für die Maßnahme der geplanten Ortsumgehung Audigast nicht zu. Nach Rückfrage beim LASuV erhielt die Stadt Groitzsch jetzt die Antwort, dass die B 2 in den vergangenen Jahren eine gestiegene Verkehrsbelastung zu verzeichnen hat. Daher ist die Verlegung der B 2, im 1. Schritt die Umgehung der Ortslage Audigast, auch im Bundesverkehrswegeplan weiterhin als vordringlicher Bedarf eingeordnet. Die Vorplanung für dieses Vorhaben ist mittlerweile abgeschlossen. Als nächstes steht die Erstellung eines sogenannten Vorentwurfes an, welcher dann auch die Grundlage dafür darstellt, dass das Vorhaben in den Bundeshaushalt eingestellt werden kann. Im Rahmen einer Auftragsverwaltung ist der Freistaat Sachsen über das LASuV für die notwendigen Planungsleistungen zuständig. Die Haushaltssituation des Freistaates ist gegenwärtig auf das Äußerste angespannt. Dem steht eine Vielzahl wichtiger Straßenbauprojekte an Bundesstraßen und Brücken gegenüber. Somit führt das LASuV aus, dass es gegenwärtig nicht absehbar ist, wann die Planung der Ortsumgehung Audigast im Zuge der B 2 zur Baureife geführt werden kann. Im Ergebnis bedeutet das, dass die gegenwärtige Verkehrssituation, mit allen Belastungen für die Anwohner und Straßenanlieger, noch mehrere Jahre andauern wird.

Am 17. Juli erfolgte im Stadtmuseum die Eröffnung einer Ausstellung zur Schuhgeschichte in Groitzsch. Unter der Teilnahme zahlreicher Gäste konnte in den drei Räumen im Obergeschoss der „Alten Wache“ eine vollkommen neue Dauerausstellung zur Schuhproduktion in unserer Stadt ihrer Bestimmung übergeben werden. Dabei ist die Geschichte der Schuhausstellung als Rundgang angelegt. In chronologischer Erzählung wird die Entwicklung von der handwerklichen zur industriellen Produktion von Schuhen dargestellt, wie sie in Groitzsch stattgefunden hat. Neben Vitrinen mit Schuhmodellen, Kartenmaterial, Tafeln und weiteren Objekten gibt es jetzt auch Multimediastationen, welche einen noch tieferen Einblick in die Industriegeschichte unserer Stadt erlauben. Eine kleine Schusterstube ist ebenso nachgebildet, wie auch die Geschichte vom letzten Schuhmacher von Groitzsch. Somit ist ab sofort eine qualitativ hochwertige und sehr interessante Ausstellung für alle interessierten Bürger, Gäste und natürlich Schulklassen verfügbar. Dem vorausgegangen war nicht nur eine umfassende bauliche Sanierung der „Alten Wache“ in den Jahren 2023/24, sondern auch die Beauftragung einer professionellen Ausstellungskonzeption. Insgesamt flossen somit ca. 942.000 Euro in das Vorhaben, wobei 646.000 Euro Fördermittel aus der Stadtsanierung und dem europäischen LEADER-Programm verwendet werden konnten.

Die Beschäftigten des Groschenmarktes informierten die Stadt Groitzsch über die beabsichtigte Schließung des Marktes. Gleichzeitig wurden Unterschriftenlisten im Rathaus abgegeben. Erste Kontakte, um eine möglichst nahtlose Weiterbetreibung des Marktes zu erreichen, suchte ich beim Investor unseres REWE Marktes. Auch wenn dieser sein Betätigungsfeld dort selber nicht hat, verfügt er zumindest über die notwendigen Kontakte in der Branche. Mit Verweis auf die derzeit schwierige wirtschaftliche Lage, in deren Folge auch andere ähnliche Märkte (z.B. Mäc-Geiz oder KiK) schließen müssen, scheint eine schnelle Lösung eher unwahrscheinlich. Dieser Eindruck verstärkte sich dann, als auch Wreesmann uns eine Absage hinsichtlich der Übernahme des Marktes erteilte. So informierte der Geschäftsführer, dass sich Wreesmann schon einmal mit dem Standort Groitzsch beschäftigt hat, jedoch das Konzept des Unternehmens als nicht umsetzbar bewertet wurde. Die derzeitige Verkaufsfläche des Groschenmarktes würde nicht passen und auch der Zuschnitt und die unzureichenden Möglichkeiten im Außenbereich lassen ein weiteres Verfolgen des Vorhabens scheitern. Wir bedauern diese Entscheidung sehr, haben diese aber letztendlich zu akzeptieren.

 

Ihr Bürgermeister
Maik Kunze