Hennung Sussebach: Anna oder: Was von einem Leben bleibt
1887, tief im Sauerland. Eine junge Frau kommt den Weg hinauf ins Dorf Cobbenrode. Dort soll Anna Kalthoff die neue Lehrerin werden. Doch sie wird es nicht bleiben. Denn Anna widersetzt sich bald den Erwartungen des Ortes und den Regeln ihrer Zeit. Sie entscheidet selbst, was sie zu tun und zu lassen hat, wie sie leben und wen sie lieben will. Zwei Jahrhunderte später rekonstruiert der Urenkel Annas inspirierendes Leben und rettet so die Geschichte einer selbstbewussten Frau vor dem Vergessen. Sein Buch ist eine zauberhafte Annäherung an die Vorfahren, ohne deren Entscheidungen und Mut es uns nicht gäbe.
Lisa Ridzén: Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
Bo ist 89, und ihm läuft die Zeit davon. Andererseits ist Zeit wenigstens etwas, das er noch zur Genüge hat. Denn seit seine Frau in einem Pflegeheim für Demenzkranke lebt, sind Bos Tage viel zu lang. Sein Kontakt beschränkt sich auf seinen Hund Sixten und die täglichen Besuche vom Pflegedienst. Hans, sein Sohn, kommt dagegen nur selten vorbei und traut ihm vor allem gar nichts mehr zu. Jetzt will er ihm auch noch den Hund wegnehmen. Dabei braucht Bo seinen geliebten Vierbeinigen so dringend wie noch nie. Warum versteht das niemand? Der drohende Verlust seines Hundes bringt Bo dazu, die Schlüsselmomente seines Lebens zu überdenken. Wenn die Kraniche nach Süden ziehen ist ein brillant geschriebener, weltweit gefeierter Roman voller Witz und Wärme über das, was im Leben wichtig ist und uns mit Zuversicht erfüllt.
M. L. Stedman: Ein weites Leben
Westaustralien 1958: Seit Generationen lebt die Familie der MacBrides auf der entlegenen Schaffarm Meredith Downs. Bis eines Tages ein Unfall alles ändert. Während der Vater und der älteste Sohn ihr Leben verlieren, übersteht der 17-jährige Matthew das Unglück nur knapp. Doch als er aus dem Krankenhaus entlassen wird, schlägt das Schicksal ein zweites Mal zu: Ausgerechnet Matthews Rückkehr nach Meredith Downs kostet ein weiteres Mitglied der MacBrides das Leben, während ein anderes das seine opfert, um ein unschuldiges Kind zu retten. Matt steht vor einer schmerzhaften Zerreißprobe …
Beatrix Gerstberger: Die Hummerfrauen
Die Sommer ihrer Kindheit verbrachte Mina jedes Jahr auf einer kleinen Insel in Maine, gemeinsam mit ihren Eltern und dem großen Bruder. Auf Eagle Island fühlte sich das Leben frei und leicht an: Mina streifte mit dem Fischerjungen Sam durch die Kiefernwälder, sammelte Muscheln und Vogelfedern, während die Erwachsenen die Tage am Strand und auf Gartenpartys vorbeiziehen ließen. Doch ein schicksalhafter Sommertag veränderte alles, die Wege von Mina und Sam trennten sich.
Elyse Durham: Maja & Natascha
Leningrad, 1958. Die Zwillingsschwestern Maja und Natascha sind unzertrennlich. Gemeinsam träumen sie davon, beim Kirow-Ballett zu tanzen und mit der Kompanie nach Amerika zu reisen. Doch ein neues Gesetz erlaubt nur einer von ihnen, das Land zu verlassen. Aus Schwestern werden Konkurrentinnen, aus Nähe wird Distanz.
Wie weit gehen sie für ihren Traum – und was sind sie bereit dafür zu opfern?
Vanessa Göcking: Ms Atkins und die Bibliothek der Träume
Als gewissenhafte Finanzbeamtin lebt Amanda Eleonore Atkins ein Leben, das von Regeln und Routinen bestimmt wird – ein Bollwerk gegen das Chaos, das einst über sie hereinbrach. Doch eines Tages führt sie der junge Aushilfsbibliothekar Henry Brown in einen verborgenen Leseraum der öffentlichen Bibliothek. An diesem geheimen Ort entdeckt Amanda weitaus mehr als nur Bücher. Hier trifft sie auf den mysteriösen Robert Joy und die kratzbürstige Xiao Mei Smith. Gemeinsam stolpern sie von einer magischen Geschichte in die nächste und stellen sich dabei ihren größten Ängsten und Sehnsüchten – bis sie schließlich begreifen, dass die Bibliothek nicht nur die gesammelten Werke der Menschheitsgeschichte in sich birgt, sondern auch die Hoffnungen und Träume all jener, die sie betreten.