Ist die deutsche Einheit wirklich vollendet – oder schwelen die Konflikte bis heute unter der Oberfläche?
Ein lauer Sommerabend, ein Campingplatz, der Duft von Thüringer Rostbratwurst, Bautz'ner Senf, Bier und Lagerfeuerromantik. Vier Menschen aus Ost und West treffen sich zum gemütlichen Grillfest. Es wird gelacht, gesungen und angestoßen – bis ein einziger Satz die Stimmung explodieren lässt: „Ihr habt uns doch 1990 kolonisiert!“
Was als geselliges Beisammensein beginnt, entwickelt sich zu einem emotionalen Schlagabtausch über Identität, Enttäuschungen und unterschiedliche Erinnerungen an die Zeit nach der Wiedervereinigung. Alte Wunden brechen auf, Vorurteile prallen aufeinander und die Frage nach der Deutung der deutschen Geschichte wird plötzlich hochaktuell.
Das ebenso humorvolle wie berührende Theaterstück basiert auf eigens recherchierten Lebensgeschichten aus Ostdeutschland. Mosaikartig verweben sich persönliche Schicksale zu einem eindrucksvollen Panorama der Nachwendezeit – von 1989 bis in die Gegenwart. Mal polemisch, mal nachdenklich, immer unterhaltsam hinterfragt die Inszenierung eingefahrene Sichtweisen und lädt das Publikum dazu ein, die deutsch-deutsche Geschichte neu zu betrachten.
Für den passenden Soundtrack sorgt ein live gespieltes Medley ostdeutscher Klassiker, das Erinnerungen weckt und den Abend musikalisch abrundet.
Eine pointierte, kluge und überraschend komische Auseinandersetzung mit der Frage: „Ist die deutsche Teilung wirklich überwunden – oder müssen wir noch einmal miteinander ins Gespräch kommen?“
Und am Ende steht eine ebenso provokante wie spannende Frage im Raum: Wird der Osten die Deutungshoheit über seine eigene Geschichte zurückerobern?
Vorstellungen
11. September 2026 um 20:00 Uhr
12. September 2026 um 20:00 Uhr
Filmtheater Friedensgrenze
Karl-Marx-Straße 56
03172 Guben
Vorverkauf: Service-Center der Stadt Guben sowie online: www.triple-a-theater.de