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Neisse-Echo - Amtsblatt für die Stadt Guben und die Gemeinde Schenkendöbern
Ausgabe 18/2025
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35. Sitzung der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit (DPRK)

Vertreter der Euroregion

Deutsch-Polnische Regierungskommission

Vom 19. – 20.11.2025 fand die 35. Sitzung der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit (DPRK) in Schwerin statt, an der, als Vertreter der Euroregion, der polnische Euroregionspräsident Czeslaw Fiedorowicz und der deutsche Geschäftsführer Carsten Jacob, teilnahmen.

Nach den Vorbesprechungen der beiden nationalen Delegationen sowie der Begrüßung durch die Ko-Vorsitzenden Pawel Dabrowski vom Ministerium für Innere Angelegenheiten und Verwaltung der Republik Polen sowie Catalina Cullas, der deutschen Botschafterin, verantwortlich für die Beziehungen zu den Mitgliedstaaten der EU, gab es zwei umfangreiche Arbeitssitzungen. Im Zuge der ersten Sitzung, welche die Zusammenarbeit in der Grenzregion zum Inhalt hatte, wurden vor allem der grenzüberschreitende Verkehr, die gegenwärtigen Grenzkontrollen und deren Wahrnehmung in der Grenzregion, die Kommunikationsübungen im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes, das Gemeinsame Zukunftskonzept für den deutsch-polnischen Verflechtungsraum – Vision 2050 sowie die Zusammenarbeit und Partnerschaften zwischen Mecklenburg-Vorpommern und der Woiwodschaft Westpommern thematisiert. Im Hinblick auf die oben genannten Grenzkontrollen wies unter anderem der brandenburgische Europastaatssekretär Volker-Gerd Westphal auf deren negative Auswirkungen hin, da diese den alltäglichen Austausch der Bewohner der Grenzregion stark einschränken. Wichtig ist daher das Aufzeigen einer klaren Perspektive zu ihrer zeitlichen Dauer durch die Bundesregierung.

Die zweite Arbeitssitzung befasste sich mit der europäischen Dimension der grenzüberschreitenden und interregionalen Zusammenarbeit. Diskutiert wurden hauptsächlich die Bereiche: Regionen als zentrale Akteure der EU-Kohäsionspolitik, „BRIDGEforEU“ – Perspektiven für den deutsch-polnischen Grenzraum, ein Bericht über die Funktionsweise des Deutsch-französischen Ausschusses für Grenzüberschreitende Zusammenarbeit (AGZ) sowie Überlegungen zum Aufbau eines inklusiven Bildungssystems - vom Kindergarten bis zur Universität.

Hinblickend auf die drohenden Zentralisierungstendenzen bei der EU-Kohäsionspolitik äußerten sich die Partner Ebenen übergreifend, das heißt von der Kommune, über die Euroregionen bis hin zu den Ländern und Wojewodschaften, einstimmig, dass die gegenwärtige Ausgestaltung maßgeblich ist für die Akzeptanz der Europäischen Union. Eine Einstellung die erfreulicherweise auch die Vertreter der Bundesregierung teilten.

Wir danken unseren Gastgebern vom Land Mecklenburg-Vorpommern für die entgegengebrachte Gastfreundschaft.

Die Sitzung diente im Übrigen auch der Vorbereitung der anstehenden deutsch-polnischen Regierungskonsultationen, die am 01.12.2025 stattfinden werden.

Euroregion Spree-Neiße-Bober e.V.