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Neisse-Echo - Amtsblatt für die Stadt Guben und die Gemeinde Schenkendöbern
Ausgabe 18/2025
Gubener Zeitung
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Gubener Zeitung

Die nachfolgenden Texte wurden übernommen und entsprechen der damals gültigen Rechtschreibung und Grammatik. Die „Gubener Zeitung“, von 1871 bis 1944 auf Rollfilm festgehalten, kann in den Räumen der Stadtbibliothek in der Gasstraße 6 eingesehen werden.

Guben vor 100 Jahren - Notizen aus der „Gubener Zeitung“

04. Dezember 1925

Falsche Reichsbanknoten über 10 Mark. Die Reichsbank teilt mit, daß von den seit November vorigen Jahres zur Ausgabe gelangten Reichsbanknoten über 10 Reichsmark mit dem Datum des 11.10.24 eine mangelhaft ausgeführte Fälschung festgestellt worden ist. Es handelt sich um glattes weiches Papier, dem die Pflanzenfasern fehlen. Das Wasserzeichen ist farblos aufgedruckt. Das Bildnis ist fleckig. Die Kontrollnummer ist zu dick gedruckt. Die Reichsbank setzt Belohnungen für die Aufdeckung der Falschmünzerwerkstätten aus.

09. Dezember 1925

Gegen das Betteln in den Zügen. In der letzten Zeit hat das Bettel- und Hausier-Unwesen in den Eisenbahnzügen wieder bedeutend zugenommen. Um diese Belästigung der Reisenden, haben die Reichsbahn-Direktionen das Zug- und Ueberwachungspersonal angewiesen, gegen das Bettel- und Hausier-Unwesen in den Zügen mit aller Strenge vorzugehen. Diese Maßnahme kann aber nur dann zu dem erhofften Erfolge führen, wenn die Reisenden das Zugpersonal auf vorkommende Fälle aufmerksam macht.

11. Dezember 1925

Stadttheater. Ein Ereignis für die Kinderwelt wird die Aufführung des diesjährigen Weihnachtsmärchens sein. „Das neugierige Sternlein“ ist ein sehr poetisches Werk, das mit vollem Orchester, Gesängen und vielen Tänzen gegeben wird. Es ist fast das gesamte Personal darin beschäftigt. Die neuen Dekorationen in Bilderbogenmanier gehalten, sind von Herrn Köhler entworfen und im Hause vom Theatermeister Suchan ausgeführt worden. Es ist nicht allein für Kinder, sondern auch für Erwachsene geeignet. Spielleitung Herr Otto Köhler. Die ersten zwei Aufführungen sind für Sonnabend abend sechs Uhr und Sonntag mittag drei Uhr angesetzt. – Sonntag abend zum dritten Male „Boheme“ mit den drei Gästen.

15. Dezember 1925