Die nachfolgenden Texte wurden übernommen und entsprechen der damals gültigen Rechtschreibung und Grammatik. Die „Gubener Zeitung“, von 1871 bis 1944 auf Rollfilm festgehalten, kann in den Räumen der Stadtbibliothek in der Gasstraße 6 eingesehen werden.
01. Mai 1926
Plegnitz, 30.April. (Ein bauender Mieterschutzverein.) Der hiesige Mieter-schutzverein, der am 27.Oktober 1897 gegründet worden ist und etwa 3500 Mitglieder zählt, konnte den Grundstein zu drei Häusern legen. Die Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden hatten sich zu dem feierlichen Akt eingefunden.
02. Mai 1926
Gemäldeausstellung Reinhold Dreßler Berlin in der Gubener Loge. Die Gemäldeausstellung des auch hier in Guben bekannten Porträt- und Genremalers R. Dreßler aus Berlin, welche ursprünglich schon im April in dem Logengebäude Ecke Gartenstr. und Grüne Wiese, geplant war, ist, wie bereits mitgeteilt, auf den Mai verschoben worden. Die Ausstellung beginnt am 9.Mai und dauert bis zum Himmelfahrtstage, den 13. Mai, einschließlich. Wir hören, daß etwa 30 Originalgemälde des Künstlers zur Ausstellung kommen und erwähnten bereits, daß das Eintrittsgeld zur Besichtigung der Kunstausstellung für einen wohltätigen Zweck bestimmt ist und zwar zum Besten unseres hiesigen vaterländischen Frauenvereins. Die Motive zu den Gemälden stammen hauptsächlich aus den Hansestädten, in denen noch am meisten die Ueberreste der alten Blütezeit unserer deutschen Kultur zu finden sind, und dem uns so nahe verwandten Holland. Außer einigen Porträtbildnissen, welche mit in die Ausstellung übernommen sind, sind die Gemälde verkäuflich. Vielleicht kommt auch eine Lotterie zum Besten des vaterländischen Frauenvereins zustande, da der Künstler eine Originalkünstlersteinzeichnung, von der nur einige Handdrucke existieren, und noch anderes für den wohltätigen Zweck zur Verfügung stellen will.
07. Mai 1926
Gäste. Der Verein für Heimatkunde in Fürstenwalde hat für kommenden Sonntag eine Fahrt nach Guben angesetzt. Die Fürstenwalder, die in ihrem Blatte die Schönheiten Gubens über alle Maßen rühmen und wörtlich ausführen: „Jeder Fürstenwalder, der aus Guben wiederkam, war des Lobes voll über die empfangenen Eindrücke,“ werden hoffentlich auch am kommenden Sonntag in unserer Stadt voll auf ihre Rechnung kommen.