Alljährlich am 7. Februar, findet weltweit der „Reverse the Red Day“ statt. Dieser Aktionstag widmet sich dem Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Natürlich würde es nichts bringen, sich einen Tag im Jahr mit dem massenhaften Artensterben auf der Welt auseinanderzusetzen. Jedoch stellen an diesem Tag Zoos, Botanische Gärten und Naturschützer ihre Projekte vor und versuchen die Bevölkerung für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Natürlich ist die finanzielle Absicherung auch immer eine große Frage.
Der Name „Reverse the Red“ bezieht sich auf die Rote Liste der Weltnaturschutzunion IUCN, welche gefährdete Tier- und Pflanzenarten dokumentiert und deren Bedrohungsstatus bewertet. Diese soll umgekehrt werden, also von der Roten Liste, in weniger bedrohten Kategorien. Dank solcher Artenschutzprojekte konnten bereits mehr als 200 Arten vor dem Aussterben bewahrt werden.
Nun können wir als kleiner Tierpark natürlich nicht solche Projekte stemmen, wie zum Beispiel der Zoo Leipzig, Magdeburg oder Osnabrück, aber ich kann mit Stolz sagen, dass auch der Herzberger Tierpark seinen Teil für den Artenschutz leistet.
Seit 2019 ist die Stadt Herzberg (Elster) Mitglied im Euro Nerz e.V.. Seitdem wurden im Tierpark 19 Jungtiere geboren. Der Verein, welchem die Tiere gehören, kümmern sich dann um die Auswilderung, so wurden Tiere am Steinhuder Meer erfolgreich wieder angesiedelt, weitere Tiere gingen nach Estland auf die Insel Hiiumaa.
Des weiteren ist der Tierpark Mitglied in der Deutschen Tierparkgesellschaft (DTG). Dieser Verband setzt sich aktiv für den Artenschutz ein. Es werden verschiedene Schutz- und Wiederansiedlungsprojekte unterstützt.
Aber ich denke, dass jeder Einzelne seinen Teil für den Artenschutz leisten kann. Fängt der Schutz der Natur nicht schon zu Hause an? Indem man z.B. heimische Bäume und Sträucher pflanzt, statt einem englischen Rasen (auf dem ständig ein Mähroboter sein Dienst leistet) eine Blumenwiese anlegt, Laubhaufen, Totholz oder wilde Ecken im Garten zulässt. Insekten, Vögel und Igel werden es Ihnen danken. Vielleicht basteln Sie mit ihren Kindern oder Enkeln mal Nistkästen oder bauen ein Insektenhotel! Oder, oder, oder. Diese Aufzählung kann man natürlich noch beliebig verlängern. Aber egal wie, ob große Artenschutzprojekte oder die aufgestellte Wasserschale für Insekten, jeder kann etwas für die Natur tun. Denn wir sollten niemals vergessen: DIE NATUR BRAUCHT UNS NICHT; ABER WIR BRAUCHEN SIE.
Ich hoffe, dass ich Sie ein wenig zum nachdenken gebracht habe und vielleicht wird sich der ein oder andere mit dem Artensterben auseinandersetzen, nicht nur am 7. Februar. Die Natur wird es Ihnen danken.
In diesem Sinne: Bis bald bei einem Spaziergang durch den Herzberger Tierpark!