Schon beim Eintreten war spürbar: Das Haus II in Herzberg (Elster) lebt. Stimmen, Lachen, bunte Projektionen an den Wänden, eine offene Tür nach draußen – alles atmete Energie und Zukunftslust. Hier fand am 11. März das Ankertreffen der kulturellen Ankerpunkte statt – ein Tag, an dem Kultur nicht nur besprochen, sondern erlebt wurde.
Die Ankertreffen sind Vernetzungs- und Arbeitstreffen, die das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) im Rahmen seines Förderprogramms „Kulturelle Ankerpunkte" regelmäßig initiiert. Sie dienen dazu, die geförderten Einrichtungen miteinander zu verbinden, den fachlichen Austausch zu fördern und Einblicke in die jeweilige Praxis vor Ort zu ermöglichen.
Jedes Treffen findet bei einem anderen Ankerpunkt statt – so wird nach und nach jeder Ankerpunkt einmal besucht. Dabei öffnet der Gastgeber seine Türen, zeigt seine Räume, Projekte und Besonderheiten und gibt allen Beteiligten Gelegenheit, den jeweiligen Kulturort „von innen heraus" kennenzulernen. Ziel ist es, die Ankerpunkte als verlässliche Kulturorte im ländlichen Raum zu stärken, voneinander zu lernen und regionale Kulturarbeit dauerhaft zu vernetzen.
Am 11. März hatte Herzberg (Elster) weitläufigen Kulturbesuch. Verschiedene Akteure, unterschiedlicher Ankerpunkte als auch das MWFK, verbrachten einen abwechslungsreichen Tag im Haus und ließen die facettenreichen Eindrücke sowie Begegnungen der Raumpaten auf sich wirken. Frau Kuntze führte in die neue konzeptionelle Ausrichtung des Hauses ein, das längst mehr ist als ein Gebäude ist. Es ist Treffpunkt, Werkstatt und Bühne zugleich – ein Ort, an dem Ideen Raum bekommen und Menschen sich gegenseitig inspirieren.
Zwischendurch duftete es nach frisch Gegrilltem – das Buffet von „Zwiebels Grillhütte" zog alle nach draußen, wo Gespräche bei Frühlingssonne und Limonade weitergingen. Später füllten sich die Räume mit Austausch, Ideen, bunten Stiften und Geschichten: In den Workshops der Regionalmanager*innen und Frau Kuntze wurde über Reichweite, Sichtbarkeit und gemeinsames Wirken gesprochen – pragmatisch, humorvoll und mit vielen Aha-Momenten. Die Regionalmanager*innen und der Ankerpunkt „Das Haus" in Niedergörsdorf haben bereits, in einem Pausengespräch, eine gemeinsame Veranstaltung besprochen. Man darf sich hierbei auf das Jahr 2027 freuen, denn „Das Haus geht raus" und wird Gast im Haus II.
Nach jedem Treffen stellen die Akteure fest: Es lohnt sich die anderen Ankerpunkte genauer zu betrachten und die Vielfalt in diesen Förderprojekten zu erkunden. Es ist unstrittig, dass jeder Ankerpunkt individuell ist und ein Besuch sich für jeden lohnt.
Am Ende blieb dieses besondere Gefühl, dass hier etwas wächst. Das Haus II zeigte sich als Ort, der Kultur möglich macht – offen, nahbar und von Menschen getragen, die Herzberg kulturell in Bewegung halten.