Mit ihrem Ergebnis beim Wettbewerb kann Emilia Richter überaus zufrieden sein.
Mathematik ist das Alphabet, mit dessen Hilfe Gott das Universum beschrieben hat. Es war niemand geringer als Galileo Galilei, der zu diesem Urteil kam. Das Universum mathematisch beschreiben - ganz so weit ist Emilia Richter zwar noch nicht, aber die ersten Meter dieses Weges hat sie schon geebnet. Die 11-jährige Herzbergerin, Schülerin einer 5. Klasse der Elsterland-Grundschule, belegte unlängst den dritten Platz der Mathematik-Kreismeisterschaft und qualifizierte sich damit Mitte März für den Regionalausscheid in Cottbus.
Inmitten vieler anderer kluger Köpfe sitzend, gaben die Organisatoren Emilia hier zwei Stunden Zeit, um knifflige Aufgaben zu lösen. Für einen der ersten drei Plätze reichten ihre Mühen nicht, dafür jedoch bescheinigte man ihr als eine von wenigen Teilnehmern des Wettbewerbs ein “hohes Mathematikniveau”.
Die Grundlagen dafür haben sicher auch ihre Eltern gelegt. Sowohl Emilias Mutter Rina als auch ihr Vater Johannes haben Mathematik studiert und diese Gene an die Kinder weiter gegeben. “Genau wie meinem älteren Bruder Michel fällt auch mir Mathematik leicht”, bekennt die Grundschülerin. Damit erscheint es nahezu logisch, dass das Fach auf jedem ihrer Zeugnisse eine eins aufweist, wie in nahezu allen Fächern.
Obgleich ihr der erhoffte Pokal für die Regionalmeisterschaft verwehrt blieb, zieht Emilia ein positives Fazit. “Es war eine tolle Erfahrung, die sich, wer weiß, vielleicht noch einmal wiederholen lässt”, blickt sie optimistisch voraus.