Foto zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt im Jahr 2013
Foto zum Stadtfestumzug im Jahr 2013
Am 26. Dezember 2025 wäre der Hohnsteiner Puppenschnitzer Gerhard Berger 100 Jahre alt geworden. Bis ins hohe Alter hat er seine Hohnsteiner Kasperköpfe geschnitzt. Im Jahr 2013 erhielt er die Ehrenbürgerwürde seiner Heimatstadt verliehen. Bürgermeister Daniel Brade legte auf seinem Grab ein Blumengesteck zum Gedenken an den großen Hohnsteiner nieder. Am 10.09.2018 war Gerhard Berger im Alter von 92 Jahren gestorben.
Die Stadt bewahrt sein Lebenswerk, indem das Schnitzhandwerk in der 2023 neu eröffneten Kaspers' Schnitzbude fortgeführt wird. Elisabeth Trobisch stellt nunmehr die Original Hohnsteiner Handspielpuppen her. Mehr erfahren Sie unter: www.schnitzbude.de. Die Stadt Hohnstein hat in den vergangenen 20 Jahren sehr viel für den Erhalt der Puppenspieltradition getan. So wurde am 09.12.2005 wurde die Traditionsstätte Handpuppenspiel mit Touristinfo an der Rathausstraße neu eröffnet. Eine Dauerausstellung erzählt seitdem die Geschichte der Hohnsteiner Holzköpfe. Diese Ausstellung wurde dann im Jahr 2012 überarbeitet. Es erfolgte die Sanierung des Max Jacob Theaters durch den Traditionsverein und die Stadt, welches im Jahr 2013 eingeweiht wurde. Im selben Jahr konnte der 125. Geburtstag von Max Jacob mit einem großen Stadtfest und einem Festumzug gefeiert werden. Schließlich werden seit 2022 lebensgroße Kasperfiguren im Stadtbild aufgestellt. Ganze 10 Stück sind es aktuell und weitere sollen dazukommen.
All das war möglich, weil Gerhard Berger seine Hohnsteiner Kasperpuppen über die DDR-Zeit in die Nachwendezeit hinüber gerettet hat. Der Dank gilt nicht nur ihm, sondern seiner ganzen Familie, die fleißig mithalf. Sein Sohn Wolfgang Berger hilft heute noch in der Schnitzbude mit, um den Gästen die Tradition näher zu bringen und die Öffnungszeiten der kleinen Schauwerkstatt zu garantieren. Vielen herzlichen Dank.