Titel Logo
Mitteilungsblatt der Stadt Hohnstein
Ausgabe 7/2026
Amtliche Bekanntmachungen Rathaus
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Große Beteiligung an Einwendungen zur Windenergieplanung

Rund 2.200 Stellungnahmen und Einwendungen zur geplanten Fortschreibung des Regionalplans Energieversorgung/Windenergienutzung wurden am 6. Juli 2026 persönlich an die Verbandsgeschäftsstelle des Regionalen Planungsverbandes Oberes Elbtal/Osterzgebirge in Radebeul übergeben. Beteiligt hatten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus verschiedenen betroffenen Orten der Region, darunter auch aus Neustadt in Sachsen und seinen Ortsteilen, aus dem Stolpener Land, dem Raum Hohnstein, Großharthau sowie angrenzenden Gemeinden. Die Übergabe erfolgte stellvertretend durch drei engagierte Beteiligte aus Großharthau, Rückersdorf und Rennersdorf-Neudörfel.

 

 

Hinter der hohen Zahl an Einwendungen steht eine über mehrere Monate gewachsene Zusammenarbeit vieler Menschen über Orts- und Gemeindegrenzen hinweg. In dieser Zeit wurden Planunterlagen gesichtet, Informationen zusammengetragen, Veranstaltungen in der Region organisiert, Gespräche geführt und Stellungnahmen vorbereitet. Aus zunächst einzelnen Kontakten entstand ein breites Netzwerk, das sich gegenseitig unterstützte und die Einwendungen bündelte. Die Schreiben wurden in zahlreichen Paketen überreicht. Für jedes Paket bestätigte die Verbandsgeschäftsstelle den Eingang mit Unterschrift und Stempel. Dadurch waren etwa einhundert Empfangsbestätigungen erforderlich. Ein besonderer Dank gilt Frau Altmann von der Verbandsgeschäftsstelle, die die Übergabe freundlich, geduldig und sorgfältig begleitete. Die vielen Stellungnahmen machen deutlich, dass die vorgesehenen Windvorranggebiete in der Region auf großes Interesse und erhebliche Besorgnis stoßen. Bei mehreren öffentlichen Informationsveranstaltungen in der Region hatten sich Bürgerinnen und Bürger zuvor über die Planungen informiert. Viele nutzten daraufhin die Möglichkeit, sich selbst in das Beteiligungsverfahren einzubringen. Thematisiert wurden unter anderem mögliche Auswirkungen auf Wohnorte, Nachtruhe, Natur- und Artenschutz, Landschaftsbild, Wald, Wasser sowie den Tourismus. Kritisch gesehen werden zudem die räumliche Nähe und Konzentration mehrerer geplanter Vorranggebiete. Auch der vorgesehene Abstand von 1.000 Metern zur Wohnbebauung wird von vielen Beteiligten angesichts der Größe moderner Windenergieanlagen als nicht ausreichend bewertet. Hinzu kommt die Sorge vor einer stärkeren technischen Prägung der Landschaft, etwa durch nächtliche Hinderniskennzeichnungen.

Unter den Einwendern waren nicht nur Einwohnerinnen und Einwohner der unmittelbar betroffenen Orte. Auch Gäste der Region erfuhren während ihres Aufenthalts von den Planungen und reichten eigene Stellungnahmen ein. Dies wurde von den Beteiligten als Zeichen dafür gesehen, dass die Entwicklung der Landschaft auch über die Wohnorte hinaus aufmerksam wahrgenommen wird. Mit der Übergabe der rund 2.200 Stellungnahmen ist eine intensive Phase gemeinsamer Informations- und Einwendungsarbeit zu Ende gegangen. Nun ist der Regionale Planungsverband gefordert, die vorgebrachten Argumente im weiteren Verfahren zu prüfen und abzuwägen.

Die Bürgerinitiativen unserer Region