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Halsbrücker Anzeiger
Ausgabe 4/2026
Bekanntmachungen, Hinweise, Informationen
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Wenn Berlin zu Gast in Sachsen ist – Mandolinenklang der Extraklasse

Mandolinen im großen Orchesterklang zu erleben, ist eine seltene Gelegenheit – umso besonderer wird es, wenn gleich zwei Landeszupforchester gemeinsam musizieren. 

 

Ende Februar trafen sich das Landeszupforchester Sachsen und das Landeszupforchester Berlin in Freiberg zu ihrem ersten gemeinsamen Probentag. Anlass ist eine besondere musikalische Zusammenarbeit: Gemeinsam bereiten sich die Musikerinnen und Musiker auf ihre Konzertreise zum Eurofestival der Zupfmusik im Mai 2026 in Bruchsal vor. Schon bei der ersten Probe zeigte sich, welches klangliche Potenzial in der vereinten Besetzung steckt – ein voller, warmer Orchesterklang, getragen von einem außergewöhnlichen Fundament aus zwei Kontrabässen und einer Bassgitarre.

 

Unter der Leitung des Berliner Dirigenten Symeon Ioannidis wurde zunächst eine spannende Bearbeitung von Johann Sebastian Bachs „Italienischem Konzert" erarbeitet. Das ursprünglich für Klavier komponierte Werk entfaltet mit den Klängen der Bundinstrumente eine ganz eigene, faszinierende Klangfarbe.

 

Im zweiten Teil der Probe übernahm die sächsische Dirigentin Annette Schneider den Taktstock und führte das Orchester in die Welt moderner Zupfmusik. Besonders die farbenreiche Komposition von Rolf Thomas Lorenz begeisterte mit rhythmischer Vielfalt – vom beschwingten Jazzwalzer bis zum temperamentvollen Sitzboogie. Den stimmungsvollen Abschluss bildete Astor Piazzollas „Sentimental", das den Probentag mit einem Hauch von melancholischer Leidenschaft ausklingen ließ.

Neben intensiver musikalischer Arbeit blieb auch Zeit für neue Begegnungen – und schnell wurde deutlich, wie harmonisch beide Orchester musikalisch zusammenfinden.

 

Das Ergebnis dieser besonderen Zusammenarbeit können Musikliebhaber bald selbst erleben:

Am 18. April 2026 geben beide Landeszupforchester ihr erstes gemeinsames Konzert in der Jakobikirche Freiberg. Neben den erarbeiteten Werken dürfen sich die Zuhörer auf weitere musikalische Überraschungen freuen.