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Der Holzhausener - Informationsblatt
Ausgabe 7/2026
Vereine und Verbände
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Judo Holzhausen wirft - und punktet: Ein Frühsommer voller Highlights

Wer glaubt, im Leipziger Südosten gehe es im Mai und Juni eher gemütlich zu, der hat die Rechnung ohne die Judoka aus Holzhausen gemacht. Seit dem 16. Mai 2026 reiht sich hier ein sportliches Highlight ans nächste - und ganz nebenbei wird deutlich: In Holzhausen wird nicht nur geworfen, sondern auch gefeiert, gelernt und manchmal ganz charmant geschwitzt.

 

 

Den Startschuss setzte ein sportlich intensives Wochenende rund um die mitteldeutschen Meisterschaften Mitte Mai. Kaum war der letzte Griff gelockert, standen die nächsten Einsätze bereits vor der Tür - und die hatten es in sich.

Am 23. Mai wurde es dann richtig „heiß“, und das nicht nur wegen der Temperaturen: Beim 3. Kampftag der Verbandsliga Männer ging es in Chemnitz nicht nur auf der Matte engagiert zur Sache, sondern auch daneben. Die Holzhausener Mannschaft zeigte Kampfgeist, Teamspirit und die nötige Portion Nervenstärke - vermutlich auch dank ausreichend Wasser und gelegentlicher Kühlung durch taktisches Atemholen. Optimal Ziel erreicht: Tabellenführung verteidigt.

Nur einen Tag später zog es den Nachwuchs zum Stiefelpokal nach Döbeln. Dort wartete eine Mischung aus tropischer Hallentemperatur und ausgedehnten Wartezeiten - ideale Bedingungen also, um Charakter zu zeigen. Und genau das taten die jungen Judoka: Sie kämpften sich tapfer durch den Tag, zeigten starke Leistungen und bewiesen, dass auch kleine Sportler große Ausdauer haben können.

Ende Mai wurde es dann international. Beim Bundessichtungsturnier in Erfurt trafen sage und schreibe 848 Judoka aus sechs Ländern aufeinander. Mittendrin: Holzhausen. Besonders mutig stellten sich Paul Franze und Aramis Leopold der hochkarätigen Konkurrenz. Allein die Teilnehmerzahl sorgte vermutlich schon für beeindruckte Blicke - und vielleicht auch für die eine oder andere längere Schlange am Mattenrand.

Doch nicht nur auf großen Bühnen wird in Holzhausen Geschichte geschrieben. Anfang Juni ging es zurück in die heimische Halle - und hier wurde es besonders emotional: Gleich Vier neue Danträger konnte der Verein vermelden. Nach rund fünf Stunden Prüfung (gefühlt wahrscheinlich doppelt so lang) durften Katharina, Kora, Nele und Reiko stolz ihren schwarzen Gürtel entgegennehmen. Ein Moment, bei dem nicht nur die Prüflinge ins Schwitzen kamen.

Als wäre das noch nicht genug, setzte der Verein am 8. Juni noch ein echtes Highlight obendrauf: den Mini Sprio Cup 2026. Über 50 Nachwuchsjudoka standen hier auf der Matte - viele davon zum allerersten Mal. Entsprechend groß war die Aufregung, die sich jedoch spätestens beim ersten Wurf in pure Begeisterung verwandelte. Wer einmal gesehen hat, wie konzentriert Vier- bis Zehnjährige ihre ersten Kämpfe bestreiten, weiß: Hier wächst die nächste Generation heran - und die hat es in sich.

 

 

13.06. Finaltag der Verbandsliga Sachsen in Riesa: alle Mannschaften reisten noch einmal an, um die finalen Platzierungen zu erkämpfen. Als Erstplatzierte ging es im Halbfinale gegen den PSV Leipzig. Nach einer starken Teamleistung und einem 6:1 stand Holzhausen im Finale der Saison 2026 gegen die starke Mannschaft des JV Ippon Rodewisch. Hier blieb es lange spannend und vor dem letzten Kampf stand es 3:3. Am Ende gingen die Rodewischer als Sieger von der Matte. Tommy Teichert (60), Kevin Müller (73) und Paul Pink (+100) holten die Punkte. Ein mehr als verdienter Vizetitel nach einer überragenden Saison. Glückwunsch an den JV Ippon Rodewisch zu Gold und den PSV Leipzig zu Bronze.

 

 

Und wenn man ehrlich ist: Ein bisschen gehört das dazu. Denn wer einmal einen Judoka nach einem langen Turniertag gesehen hat - geschniegelt im Gi, aber innerlich bereit für die Couch - der weiß, dass hinter jedem Wurf auch eine gute Portion Leidenschaft und Teamgeist steckt.

Holzhausen macht es vor: Hier fällt man nicht - man steht immer wieder auf. Und meist sogar mit einem Lächeln.