Jasper Jordan von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft berichtete in der Hohen Börde über die Weltacker-Idee.
Dem Thema „Weltacker“ widmete sich ein Workshop im Rahmen der vom Freiwilligenbüro „aktive hohe börde“ organisierten Woche des Engagements Mitte November. Ein gutes Dutzend interessierter Bürger folgte der Einladung, um Möglichkeiten eines Weltackers in der Hohen Börde auszuloten. Referent Jasper Jordan von der Stiftung Zukunft Landwirtschaft hat Dutzende solcher Projekte auf der ganzen Welt begleitet.
Die Idee ist: Teilt man die globale Ackerfläche (ca. 1,6 Milliarden Hektar) durch die Zahl aller Menschen der Erde (8 Milliarden), ergibt das rund 2000 m² Ackerfläche pro Nase. Hier muss alles wachsen, was wir in einem Jahr verbrauchen: Lebensmittel, Tierfutter, Sprit und Energie vom Acker, Fasern für Kleider etc. Der Weltacker ermöglicht ein anschauliches Bild von Landwirtschaft und Ernährung der Erde und soll zeigen: Es ist genug für alle da!
Eine solche Fläche könnte nach dem Willen von engagierten Bürgern auch in der Hohen Börde entstehen. Weltacker-Bildungsorte machen die komplexe globale Landwirtschaft für alle begreifbar. Auf 2000 m² könnten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeiten und Herausforderungen landwirtschaftlicher Produktion und gesunder Ernährung vermittelt werden.
Gemeindebürgermeister Andreas Burger sieht die Weltacker-Idee als Chance für die Hohe Börde. „Pädagogisch wertvoll, touristisch in der Nähe des Ferkeltaxenradweges sehr gut vorstellbar und faszinierend hinsichtlich der vielen Mitwirkungsmöglichkeiten aller Generationen. Das hat Strahlkraft – zumal es bis auf Berlin noch keinen Weltacker in Ostdeutschland gibt.“
Der Vorstellungsabend soll der erste Schritt für einen Weltacker in der Hohen Börde gewesen sein. Zu weiteren Schritten gehört auch eine Machbarkeitsstudie, die im Rahmen der LEADER-Förderstrategie zur Entwicklung des ländlichen Raums umgesetzt werden könnte.
Weitere Etappen sollen laut Peter Dehne von der Initiative „Klimaregion Hohe Börde“ folgen. Interessierte potenzielle Mitstreiter können sich bei Peter Dehne melden.
Kontakt per Mail:peter.dehne@gmx.de