Titel Logo
Amts- und Mitteilungsblatt der Gemeinde Hohe Börde
Ausgabe 1/2026
Informatives aus der Gemeinde
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Über 1,5 Millionen Euro für den „Ferkeltaxenradweg“

Albrecht von Bodenhausen, Martin Arnold und Dominik Weitz (von links) freuen sich über den Fördermittelbescheid.

Der Radwegausbau im Landkreis Börde macht einen großen Schritt nach vorn: Für den vierten Bauabschnitt des „Ferkeltaxenradwegs“ zwischen Nordgermersleben und Rottmersleben hat Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, einen Fördermittelbescheid in Höhe von 1,581 Millionen Euro an Landrat Martin Stichnoth übergeben worden. Mit dieser finanziellen Unterstützung kann eines der wichtigsten regionalen Radverkehrsprojekte weiter vorangebracht werden.

Mit dem neuen Bauabschnitt wird ein Lückenschluss zwischen Nordgermersleben und Rottmersleben vollzogen. Vorgesehen ist – wie bei den vorhergehenden Bauabschnitten – eine grundhafte Befestigung in Beton. Nach Abschluss der Detailplanung sollen die Bauarbeiten zeitnah beginnen. Bei planmäßigem Verlauf könnte der Abschnitt bereits im Jahr 2027 fertiggestellt und freigegeben werden.

Nach Fertigstellung des vierten Bauabschnitts werden sich völlig neue Radwegbeziehungen ergeben. Durch die vorhandenen Feldwege von der L 24 bei Rottmersleben über Schackensleben nach Ackendorf erfährt der „Ferkeltaxenradweg“ eine enorme Verlängerung in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Bahnstrecke. Ab Ackendorf ist dann wieder ein „reiner“ Radweg bis zum Bahnhof Hundisburg direkt auf der Bahnstrecke vorgesehen. Ebenfalls 2027 werden die Strecken innerhalb der Ortslage Nordgermersleben und die straßenbegleitende Anbindung zwischen „Ferkeltaxenradweg“ und Rottmersleben entlang der L24 realisiert.

Nicht zuletzt die Ortsbürgermeister Albrecht von Bodenhausen (Nordgermersleben) und Dominik Weitz (Rottmersleben) sowie der Vorsitzende des Fördervereins „Ferkeltaxenradweg“, Martin Arnold, sehen in der Finanzierung ein deutliches Signal für die nachhaltige Stärkung des ländlichen Raums.

Ein Radweg mit Geschichte und Zukunft

Der sogenannte „Ferkeltaxenradweg“ orientiert sich an der ehemaligen Bahntrasse, auf der einst die roten Schienenbusse – die „Ferkeltaxe“ – verkehrten. Heute entsteht entlang dieser historischen Route ein moderner und sicherer Radweg, der sowohl dem Alltagsradverkehr als auch touristischen Nutzern zugutekommt. Das Ziel, eine durchgehende Radwegverbindung zwischen dem Allerradweg bei Eilsleben und dem Aller-Elbe-Radweg in Hundisburg herzustellen, soll bis zum Ende des Jahrzehnts realisiert sein.