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Amts- und Mitteilungsblatt der Gemeinde Hohe Börde
Ausgabe 4/2026
Informatives aus der Gemeinde
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Verborgene Schätze in der Hohen Börde

In kleiner Runde gingen die Dorfhistoriker in der Ochtmersleber Kirche auf Spurensuche.

Ein malerisches Kleinod im wahrsten Sinne des Wortes entdeckte bei einem kürzlichen Treffen eine kleine Gruppe der Dorfhistoriker, als Laura Feldmann, Mitglied des Kirchenrates, die Ochtmersleber St.-Petri-Kirche aufschloss. Die Ausstattung der Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Was den Besucher sofort ins Auge fällt, ist die umlaufende Empore auf toskanischen Säulen. Die um 1612 gemalten Bilder zeigen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. An der Südempore zeigen die Brüstungsfelder malerisch dargestellt den Lutherweg. Weitere Malereien sind im gegliederten Altaraufbau zu sehen. Diese zeigen die Evangelisten. Namensgebend hierfür sind Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Das letzte Bild des fünfseitigen Kranzkorbes zeigt Christi als „Salvator Mundi“. Atemberaubend ist auch die Deckenmalerei. Diese ist aufgrund dessen, dass die Kirche im 30-jährigen Krieg nicht zerstört worden ist, gut erhalten. Vieles wäre noch über die Kirche zu berichten, aber dies ergründen Sie, liebe Leser, selbst.

Die aufgrund von Krankheiten dezimierte Gruppe setzte dann ihre Erkundung der jüngsten Vergangenheit fort. Das Thema war die soziale Arbeit in den Jahren um die zwei Weltkriege und kurz danach. Begriffe wie Lustbarkeitssteuer, Ährenleseschein oder Brotmarken tauchten auf. In Protokollen von Gemeinderatssitzungen beispielsweise waren im ersten Tagesordnungspunkt die Liste von Bedürftigen und die ihnen zugedachten Zuschüsse festgehalten. So konnten die Dorfhistoriker nachvollziehen, dass es zur damaligen Zeit auch schon eine Art von Sozialwesen gab. Schnell waren wieder viele Erkenntnisse zusammengetragen.

Beim nächsten Termin geht es um Ausgrabungen in der Hohen Börde.

Marlies Böttcher