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Amts- und Mitteilungsblatt der Gemeinde Hohe Börde
Ausgabe 8/2026
Informatives aus der Gemeinde
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Über die Gemeindegrenzen hinaus

In der Meitzendorfer Heimatstube konnten die Chronisten vieles aus früheren Zeiten entdecken.

Das jüngste Treffen der Chronisten der Hohen und Niederen Börde begann in der Meitzendorfer Heimatstube. Die Teilnehmer waren schon begeistert von dem Vorplatz und dem Gebäude, in dem die Heimatstube untergebracht ist. Bei der Planung für diesen Teil des Gebäudes wurde zukunftsorientiert gedacht. Öffnet man die Eingangstür, stellt man fest, dass auch an ältere Gäste gedacht wurde, denn ein Treppenlift führt in die obere Etage und weiter zur Empore.

Nach einer freundlichen Begrüßung öffneten sich die Türen zu den Ausstellungsräumen. Die erste Station waren die Dokumentationen zum Großbrand am 6. August 1727. Durch einen Blitzschlag wurde das ganze Dorf innerhalb von zwei Stunden in Asche gelegt. Nur die aus Feldsteinen aufgebaute Kirche blieb unversehrt und bot den Menschen in der nächsten Zeit eine Unterkunft. 27 umliegende Orte spendeten Lebensmittel für die Not leidenden Meitzendorfer. Auch Hohenwarsleben gehörte zu den Spendern – alles ist bis ins Kleinste notiert worden und von jedem Besucher einsehbar. An dieses Ereignis wird jedes Jahr in der St.-Petri-Kirche erinnert, war es doch der schwärzeste Tag der Geschichte Meitzendorfs.

Da der Nachmittag unter dem Thema „Das Leben in der Börde im 19./Anfang 20. Jahrhundert“ stand, brachten zahlreiche Ausstellungsstücke beim weiteren Stöbern in den verschiedenen Räumen die Diskussion in Gang. Die Teilnehmer erinnerten sich und manchmal folgte auch die Erkenntnis, solche Dinge auch im eigenen Schrank zu haben.

Nach dem Rundgang wurden die Chronisten überraschend an eine mit Sammeltassen gedeckten Kaffeetafel eingeladen. Gesprächsthemen für den regen Austausch gab es genügend. Wenn die Entfernung zur Hohen Börde auch nicht groß ist, zeigte sich doch wieder einmal, dass die Entwicklung der Geschichte durch verschiedene Rahmenbedingungen bestimmt wird.

Der Dank gilt den Mitgliedern des Heimatvereins Meitzendorf für diesen gelungenen Nachmittag. Geschichtlich Interessierten können die Chronisten einen Besuch nur empfehlen.

Marlies Böttcher