Zwischen Brühl und Gartenstraße laufen seit 20. April die Bauarbeiten. Sie sollen bis Ende Oktober andauern.
Seit 20. April laufen auf der Auerbacher Straße in Kirchberg umfangreiche Bauarbeiten. Der Abschnitt zwischen Brühlkreuzung und Gartenstraße ist bis voraussichtlich Ende Oktober vollständig gesperrt. Die Maßnahme betrifft damit eine der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt – und sorgt bei vielen Bürgerinnen und Bürgern für Fragen.
Denn erst 2023 wurde in diesem Bereich gebaut. Wie Bürgermeisterin Dorothee Obst auf der Einwohnerversammlung Ende März erklärt, handelte es sich damals jedoch lediglich um eine provisorische Lösung: „Als die Brühlkreuzung vor drei Jahren grundhaft erneuert wurde, hat der Freistaat Sachsen auf dem Abschnitt bis zur Gartenstraße nur eine neue Asphaltschicht aufgebracht, um die Schlaglöcher zu beseitigen.“ Eine grundlegende Sanierung sei jedoch schon damals absehbar gewesen. „Der Kanal unter der Straße stammt noch aus dem 19. Jahrhundert und ist in einem desolaten Zustand.“
Da es sich bei der Auerbacher Straße um eine Staatsstraße handelt, liegt die Verantwortung für die Bauarbeiten beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Plauen. Mit im Boot sind wir als Stadt Kirchberg, die Wasserwerke Zwickau sowie der Energieversorger Inetz.
Die Bauarbeiten sind umfassend: Neben dem Austausch des maroden Kanals werden auch Gas- und Trinkwasserleitungen erneuert. Teilweise werden Hausanschlüsse komplett neu hergestellt oder neu angebunden. Darüber hinaus werden Gehwege, Grundstückszufahrten und Tagewassereinläufe saniert.
Die Vollsperrung hat natürlich Auswirkungen auf den Verkehr – wie viele schon erfahren haben. Für den überörtlichen und insbesondere den Schwerlastverkehr ist eine weiträumige Umleitung über die B93 sowie die Umgehungsstraße S282 eingerichtet. Innerhalb der Stadt erfolgen die Umleitungen auf zwei Routen, die den Kirchbergern bereits von vergangenen Baumaßnahmen bekannt sind: Von der Rewe-Kreuzung über die Liebold- und Torstraße sowie von der Brühlkreuzung über die Robert-Seidel-Straße und den Mühlweg in Richtung Schneeberger Straße. Der Mühlweg ist während dieser Zeit eine Einbahnstraße.
Auch der Busverkehr führt über die innerörtlichen Umleitungen. Ersatzhaltestellen befinden sich an der Bahnhofstraße in der Nähe der christlichen Bücherstube. Für Fußgänger bleibt die Baustelle passierbar, zudem sind sowohl die Brühlkreuzung als auch die Gartenstraße weiterhin für den Verkehr frei.
Der Zeitpunkt der Bauarbeiten ist nicht ganz ideal, da gleichzeitig Bauarbeiten auf der B93 im Bereich Weißbach und der Leutersbacher Straße stattfinden. Dennoch sehen die Beteiligten keine Alternative: „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, müssen aber dieses Zeitfenster nutzen, auch weil bereits eine weitere wichtige Baumaßnahme in der Stadt für das nächste Jahr geplant ist“, so die Stadtchefin. Dabei handelt es sich um die Brücke an der Lengenfelder Straße zwischen Elektro-Müller und CSB. Diese befindet sich ebenfalls in einem kritischen Zustand und muss grundhaft saniert werden. Bereits jetzt gilt dort Tempo 30. Zudem ist die Lengenfelder Straße von der Brühlkreuzung aus nicht befahrbar, um die Verkehrsbelastung zu reduzieren. Der Landkreis Zwickau plant die Sanierung ebenfalls unter Vollsperrung. Im weiteren Verlauf soll dann auch noch das letzte desolate Stück der Lengenfelder Straße durch den Landkreis Zwickau saniert werden.
Trotz der Einschränkungen zeigt sich die Stadt optimistisch. Mit der ausführenden Baufirma WTK habe man in den vergangenen Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht. „Die Arbeiten wurden stets innerhalb der geplanten Zeit abgeschlossen. Wir haben also eine zuverlässige Mannschaft vor Ort“, betont die Bürgermeisterin. „Ich bitte um Verständnis für die notwendigen Einschränkungen und darum, auf den Umleitungsstrecken besonders rücksichtsvoll und vorsichtig zu fahren.“
Katrin Uhlig,
Öffentlichkeitsarbeit